Was ist für deutsche Unternehmen relevant und ab wann gilt welche Regulierung?
ESG, CSRD, CSDDA, CSDDD & ESRS - diese Abkürzungen allein würden für einen Fanta 4 Song reichen. Dahinter verbirgt sich aber nicht feinstes Entertainment, sondern ernste Themen für Unternehmen.
Was ist also was? Ich habe Prof. Dr. Cordelia Friesendorf gebeten, mir eine Einführung in neue Nachhaltigkeitsregulierungen in Deutschland und der EU zu geben:
✅ Was verbirgt sich hinter ESG, CSRD und CSDDA?
✅ Warum wird sich die CEO-Performance nun auch an der ESG-Strategie messen?
✅ Warum sollten kleine Mittelständler das Thema trotz Energiekrise und Inflation nicht auf die lange Bank schieben?
Dr. Cordelia Friesendorf ist Dekanin und Professorin für International Business Administration an der SRH Hamburg. Neben einem Schwerpunkt auf Finance, Strategie und Innovation ist sie u.a. auch auf Sustainability Management und Supply Chain Management spezialisiert. Sie ist also die ideale Ansprechpartnerin, um einmal die Corporate Sustainability Directive, das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder die kommende Sustainability Due Diligence Directive der EU zu verstehen.
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Cordelia Friesendorf [00:00:05]: Wenn du nicht Vorreiter bist, dann musst du ein schneller Follower werden. Ansonsten bist du ein MeToo Follower, aber wenn man das alles bis 2024 nicht erreicht, fliegt man aus dem Markt raus. Es ist einfach die Kundinnen und Kundinnen haben die Macht hier. Das ist dieser Game Changer.
Zackes Brustik [00:00:24]: Gewinne Zukunft, der Podcast, der dich dabei unterstützt, dein Unternehmen erfolgreich klimakompatibel zu gestalten. Hier lernst du direkt von den Menschen, die die Nachhaltigkeitstransformation als Pioniere entscheidend voran treiben. Mein Name ist Zakas und ich freue mich, dich mit an Bord zu haben. IBM unterstützt meine Mission und daher gibt es wie vor jeder Folge einen Einblick in ein zum Thema passendes IBM Sustainability Offering in unter 90 Sekunden. Heute wird es das Thema ESG Reporting gehen. Und unabhängig davon, Ob dein Unternehmen jetzt schon von der dazugehörigen Regulatorik betroffen ist oder nicht, der Druck kommt von allen Seiten. Sei es der bald greifenden Regulatorik, sei es den Verbrauchern oder sei es den Investoren. Die Frage ist, Wie kannst du das in deinem Unternehmen so einfach und effektiv wie möglich angehen und umsetzen? Denn im besten Falle gehst du das ganze ja nicht nur als eine regulatorische Hausaufgabe an, sondern nutzt das in drei Richtungen. Einerseits für das Emissionsmanagement, das heißt ganz konkret Dekarbonisierungsziele festzulegen und die Erreichung zu verfolgen. Zweitens, klar, für die lückenlose und transparente ESG-Berichterstattung, sei es intern oder extern. Und drittens, für die Dekarbonisierung im Sinne des Energiemanagements. Das heißt, ein verbessertes Energiemanagement im Unternehmen selbst voranzutreiben. Und alle drei Ziele kannst du genau mit einer einzigen Plattform umsetzen, nämlich mit der IBM Envysi ESG Suite. Envysi bringt mehr als 600 sogenannte Konnektoren mit und kann alle möglichen Datenquellen automatisiert integrieren. Die IBM Envysi ESG Suite hilft dir natürlich aber nicht nur bei den E, also Environmental Daten, sondern auch bei den S wie Social oder G wie Governance Daten. Mehr dazu findest du über den Link in den Shownotes. Und jetzt viel Spaß mit der Folge. ESG, SFDR, CSRT und CSDDDD. Ich finde, all diese Abkürzungen könnten locker neuen Fanta4-Song ergeben. Die Herausforderung ist allerdings, dass es hier nicht Unterhaltung geht, sondern absolut strategierelevante EU-Verordnungen für jedes Unternehmen. Und in dieser Folge will ich mich einmal, wirklich durch das Einmaleins der relevanten Regulierung, die es schon gibt und die auf uns zukommen und nicht nur auf die großen, sondern natürlich auch auf den Mittelständler durcharbeiten. Und dafür habe ich mir eine Spezialistin geholt, Professorin Cordelia Friesendorf, macht BWL, Schwerpunkt auf Finance, Strategie und Innovation an der Privathochschule SRH. Und sie hat mir versprochen, mir das einmal alles so zu erklären, dass ich als Dummy durchsteige, aber dass es natürlich auch vor allem für die EntscheiderInnen in Unternehmen einmal wirklich bestens erklärt wurde. Und nicht nur das, die Frage ist natürlich, wen betrifft was? Und reicht das alles auch wirklich, zum Beispiel Greenwashing in den Griff zu bekommen? Was sind die besten Vorgehensweisen, hier nicht nur seine Pflichtausgaben zu machen, sondern das natürlich als Vorlage zu nehmen, grundsätzlich klimakompatibel zu werden? Und damit herzlich willkommen Cordelia.
Cordelia Friesendorf [00:03:33]: Hi, guten Morgen. Ich sage ganz herzlichen Dank für die Einladung. Also ich bin sehr, sehr gespannt. Da muss ich eine Sache sagen. Es gibt viele Expertinnen. Allerdings das ist ein Bereich, wo es täglich immer neue Regeln gemacht werden und neue Diskussionspunkte gestartet werden. So daher, dass es auch ein Bereich bis zum Jahr 2050, was dieser Deadline ist von dem Green Deal, bis dahin sind wir alle so nicht die Expertinnen, die wir zum Beispiel in einem Bereich haben, wo alles abgeschlossen ist. Das ist was Entstehendes. Das heißt, die richtige Einstellung, auch für alle Expertinnen, ist, dass wir wirklich täglich lernen, täglich auch kritisch hinterfragen und für die Unternehmen, dass wir ständig unsere Wertschöpfungskette anschauen. Was ist unsere Vision? Was wollen wir anbieten? Dass man tatsächlich adaptable ist, dass man anpassungsfähig ist und willig ist. Nicht nur fähig, sondern auch willig ist. Das ist dieser Test für uns. Ich freue mich sehr auf unsere Zeit hier zusammen.
Zackes Brustik [00:04:44]: Schön, dich dabei zu haben. Und ich finde, das ist ja schon echt die Herausforderung. Grundsätzlich Klimakompatibilität, Nachhaltigkeit ist ja echt ein anspruchsvolles Thema und ich finde schon eine Herausforderung für viele UnternehmensführerInnen überhaupt quasi sich dort schnell genug aufzuschlauen. Zusätzlich dann noch durch die ganzen Regulierungen durchzusteigen, wenn selbst du als Professorin sagst, dass es für dich ein tägliches Lernfeld, zeigt ja schon, was da auf uns zukommt die nächsten Jahre und dass das kein Thema ist, was man einfach mal kurz so nebenher abhakt. Bevor wir wirklich so eins nach dem anderen durcharbeiten und die Relation auch von der ESG-Reporting zur EU-Taxonomie zur CSRD zur kommenden Supply Chain Directive auf EU-Ebene, die CSDDD wirklich mit 3D durcharbeiten. Das ist ja alles auf die Schiene gebracht worden, vor allem Greenwashing in den Griff zu bekommen und Unternehmen wirklich dazu verpflichten, Nachhaltigkeit messbar umzusetzen. In deinen Augen sind wir da auf einem guten Weg oder ist das eher so ein kleines bisschen so ein Failed COP27 nur auf regulativer Ebene?
Cordelia Friesendorf [00:05:48]: Wir sind schon auf dem guten Weg. Das ist wirklich so ein 360-Grad-Evaluation-System, nennt man das. Seit 20 Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit nicht nur in Europa wichtig, sondern weltweit. Es ist ein Thema, das bereits angekommen ist. Also als ich Studie war, im Masterbereich, war das schon ein großes Thema, das ist schon 20 Jahre her. Und da hatten wir das Agenda 2020. Das heißt, bis zum Jahr 2020 müssen wir unsere Ziele, CO2-Emissionen erreicht haben, strategische Prozesse so angepasst haben, dass wir tatsächlich nur nachhaltige Produkte haben. Aber heute stelle ich fest, als Professorin, dass das alles nicht passiert ist. Warum? Es gab sehr viele Lücken. Wir hatten Standards schon. Es gibt ja die ISO-Standard. Es gibt schon OECD-Standard. Es gibt GIA-Rate-Standards. In Deutschland alleine gibt es schon den deutschen Kodex. Aber trotzdem waren diese nicht ausreichend. Beziehungsweise, die machen Unternehmen fähig, aber gleichzeitig gibt es diese Lücken, wo die Unternehmen entscheiden können, muss ich das tatsächlich übernehmen? Oder ist das eine Wahl? Also soll ich, muss ich oder ist das so eine desirability? Also must have oder diese Diskussion, was man hat, ist das nice to have oder must have?
Zackes Brustik [00:07:13]: Und wie entscheiden sich die meisten Unternehmen deiner Erfahrungen nach? Also Hast du das Gefühl, wenn die merken, ups, da ist eine Lücke, dann mogel ich mich rum? Oder machen viele Unternehmen, sehen die tatsächlich, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen? War ja, glaube ich, auch lange in den Diskussionen und quasi in der Wirtschaftstheorie. Da ist ja auch ein Weg wie ESG entstanden ist, dass man sich davon verabschiedet hat, Nachhaltigkeit immer nur als Kostenfaktor zu sehen, sondern gemerkt hat, dass es ein Performancefaktor ist. Also wie würdest du sagen, entscheidet sich das Grund der Unternehmen für Lücke und Greenwashing oder für Chance und wirtschaftliche Nachhaltigkeit?
Cordelia Friesendorf [00:07:50]: Bisher war das so, dass diese Nachhaltigkeit als Kostenfaktor gesehen wurde und deshalb war das kein Must-Have, sondern nur Nice-to-Have. Das heißt, die Unternehmen haben Greenwashing betrieben, wo es möglich war, wo sie ein spannendes Corporate Social Responsibility-Projekt machen könnten. In den Amazonas oder auch lokal, irgendwo in der Nähe oder irgendwas. Ein kleines Projekt, wo sie Charity-mäßig was gemacht haben, war keine tatsächliche Nachhaltigkeit. Beziehungsweise wo ist das stattgefunden? Nur im Marketing und Sales Bereich. Nicht in dieser Wertschöpfungskette. Das ist diese starke Änderung, wo die Regierung, Europa, die EU, auch die USA, G20, ja G20 Länder und so weiter zusammengekommen sind und sagen, okay, auf der internationalen Ebene haben wir das klar kommuniziert. Das ist deutlich kommuniziert worden. Jetzt müssen wir auf der lokalen Ebene, großer Unternehmen sowie kleine Unternehmen, müssen dieses Ziel verinnerlichen, beziehungsweise wie du das gesagt hast, als Performancefaktor werden. Und das muss tatsächlich von der CEO als Strategie verpackt werden, kommuniziert werden im Unternehmen, damit man tatsächlich in allen möglichen Abteilungen, ob das Produktion ist oder Beschaffung ist, Vertrieb, IT, nennen wir das mal Human Resources, Personalabteilung und so weiter und so fort, ankommt. Das ist wirklich eine Führungsaufgabe und damit sie letztendlich auf der operativen Ebene, dass sie das umsetzen können. Und somit wird das tatsächlich so eine Performance Indicator, so eine Performance Metric und ein Must-Have und das wird auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in der Zukunft verstärken. Daher ist das wirklich ein sehr guter Weg. Alles wirklich sauber gemacht und es geht ab 2024 in die Umsetzung. Wir haben nur ein Jahr, also zwölf Monate plus ein Jahr, also plus ein Monat Zeit. Wir sind schon im November, sodass 13 Monate Zeit ist, was die Unternehmen haben, das alles so schnell wie möglich zu verändern, nicht hin zu kommunizieren und umzusetzen.
Zackes Brustik [00:10:08]: Okay, das heißt, die Zeit drängt. Wahrscheinlich kommt es auch daher, dass wirklich Nachhaltigkeit in der Prio-Liste von CEOs umfragetechnisch von einer der unteren Prios ganz nach oben geschnellt ist. Ich glaube über 51 Prozent sehen Nachhaltigkeit als eine der größten Herausforderungen wettbewerbsfähig zu bleiben. Was müssen die im Blick haben? Also lasst uns einmal durch den Fanta4-Rap von ESG, SFDR, CSRD, ESRS, SC, DDDA, das ist so die deutsche Supply Chain Directive und dann die zukünftige EU Directive CSDDD, haben wahrscheinlich noch die wenigsten gehört aktuell. Lass uns da mal durcharbeiten. Wo müssen wir anfangen?
Cordelia Friesendorf [00:10:45]: Also wir gehen davon aus, dass wir für ein Unternehmen in Deutschland beraten. Das ist unser Client sozusagen. So im B2B Bereich und B2C Bereich.
Zackes Brustik [00:10:55]: Korrekt, absolut, genau.
Cordelia Friesendorf [00:10:57]: Okay, alles klar. Dann fangen wir mit ESG an. ESG, jeder weiß was, wovor steht ESG. So die Umwelt, Soziales und Governance. ESG ist einfach nur als Ziel zu verstehen. Das ist die große Vision, wo wir alle, alle Stakeholders, alle Anspruchsgruppen hin sollen. Und dann gibt es die EU-Taxonomie. Das ist dieses Rahmenwerk, das ist so eine Gestalt, das ist ein Framework. Was ist das? Das ist ein riesen Ding, Aber was muss ich wissen? Das ist ein Risikomanagement-Framework. Die Unternehmen berichten schon über die finanziellen Risiken. Nun haben wir das weitere Thema bzw. Eine neue Kategorie, das ist die Nachhaltigkeit, Sustainability. Das heißt finanziell und dann nicht finanzielle Risiken. Das ist die neue Kategorie. Und unter diesen nicht finanziellen Risiken gibt es zwei weitere Klassifizierungen, was man merken muss, Es gibt zahlreiche andere Kategorien. Also wenn man wirklich als ein Beteiligter ist, reicht es, wenn man nur diese zwei Kategorien weiß. Einmal die physische Risiken und dann die transitorische Risiken. Physical Risks, Transition Risks. So Das ist diese EU-Taxonomie.
Zackes Brustik [00:12:21]: Kannst du kurz zwei Beispiele geben für physisch und transitorisch?
Cordelia Friesendorf [00:12:27]: Ich gebe zunächst die Klassifizierung, wie das definiert wird. Also auf Englisch wird es do no significant harm. Welche Wirtschaftsaktivität im Unternehmen bereitet keine sofortige Konsequenz oder unterstützt Klimawandel stark. Das heißt, es wäre deshalb die Emissionen oder zum Beispiel erneuerbare Energien. Wenn man zum Beispiel Strom kauft von einem Anbieter, der überwiegend Kohle einsetzt, dann ist Die erste Entscheidung, wir machen sofort einen Switch zu einem Stromanbieter, der eher mit erneuerbaren Energien arbeitet. Zum Beispiel in Hamburg ist das mit Windkraft. Oder im Süden ist das mit Solarenergie. Das sind die Möglichkeiten, die man hat. Die meisten Unternehmen fangen somit an. Was sind unsere Stromkosten? Ist es möglich, die Solarzellen zu installieren? Wie produzieren wir unseren Strom? Das sind die Möglichkeiten. Das ist ein Beispiel dafür.
Zackes Brustik [00:13:36]: Okay, das heißt, ich muss schauen, dass ich die Faktoren runterdrücke, die, du meintest do no harm, das heißt natürlich dann andersrum gesprochen, die Faktoren bei mir in der Produktion, die sich negativ auswirken, die muss ich minimieren. Das war der physische Anteil und dann meintest du noch, gibt es den transitorischen?
Cordelia Friesendorf [00:13:54]: Genau, Transition ist wo, das sind die Unternehmen, die jetzt nicht so schnell switchen können. Vielleicht, weil sie es auch nicht so leisten können. Also deshalb haben sie heute diese Prozesse mit sehr viel Kunststoff, mit sehr viel Plastik, wo sie tatsächlich keine Prozesse haben, wo sie zu Biodiversität positiv beitragen können. Zum Beispiel, wenn wir in den Baumarkt gehen, sehen wir viele Produkte. Fast alle Produkte nutzen Kunststoff. Kunststoff kann man nicht so schnell abschaffen, aber wir wissen, dass Kunststoff, insbesondere Plastik, extrem gefährlich für die Umwelt ist. Wir sprechen von Plastikinseln, die so groß wie Frankreich sind. Und die sind auf dem Ozean, zum Beispiel in dem Pazifischen Ozean, sieht man diese Inseln von Plastikmüll. Täglich konsumieren wir sehr viele Produkte, die werden verpackt in Plastik. Das ist zum Beispiel ein Challenge für Lidl oder Aldi. Wie soll ich dann meine Waren verpacken? Hygiene ist für uns wichtig und Plastik ist das beste Material, Faktor Hygiene gewähr zu leisten. So das kann ich nicht so schnell umstellen. Ja, so das ist was als Transition.
Zackes Brustik [00:15:28]: Und das ist ja dann tatsächlich auch ein komplexes Thema. Also packe ich die Gurke in Plastik ein und sie hält 14 Tage, packe ich sie nicht ein, spare ich mir das Plastik, aber die Gurke ist unter Umständen nach drei Tagen schon verfault. Ist ja durchaus diffizil, da den richtigen Pfad zu wählen. Im besten Fall ist es natürlich dann einfach biologisch abbaubares Plastik, wie wir glaube ich in Folge 3 gelernt haben mit Anne Lamp, die gerade die Alternativen zu Plastik produziert, erfunden hat und noch schon erfolgreich vertreibt mit dem Startup Traceless. Das heißt, da durchaus eine Herausforderung für Lidl, das im großen Stile umzusetzen, Plastik a zu reduzieren oder b durch biologisch abbaubare, kompostierbare Plastikalternativen zu ersetzen.
Cordelia Friesendorf [00:16:10]: Genau so ist das.
Zackes Brustik [00:16:11]: Das heißt, jetzt haben wir, wenn ich das noch mal richtig in Erinnerung habe, die Taxonomie durchgesprochen.
Cordelia Friesendorf [00:16:18]: Genau Und dann kommen wir zu CSRD, Corporate Social Responsibility Directive, was vor kurzem abgeschlossen worden ist, also in dem europäischen Parlament mit mehr als 500 Stimmen. Das ist schon ein Riesenerfolg in der Europäischen Union. Das war so ein Erfolg, dass der französische EU-Abgeordnete Pascal Duran, ich weiß nicht, ob du das gesehen hast, der hat gesagt, okay, ja, endlich können wir in Europa zeigen, dass diejenigen, die Geld haben, nicht das alles diktieren. Money doesn't rule the world. In Europe we can show that money doesn't rule the world. So das ist schon ein Erfolg. Was heißt das? Also ich glaube, bis Ende Dezember wird das auch von dem European Council, beziehungsweise von den Staatsoberhaupten abgeschlossen, abgesegnet werden. Das ist nur so eine formelle Sache, wo Sie sagen, ja, okay, das Parlament hat das abgehakt und wir sagen auch, das ist eine Zustimmung, keiner ist dagegen und dann geht es in der Umsetzung ab 1. Januar 2023. Das ist so eine Vorbereitungsphase und du hast das auch notiert mit ESRS, das sind die Standards sozusagen. Das ist der Maßstab, Benchmark, wie du das nennen möchtest.
Zackes Brustik [00:17:46]: ESRS, European Sustainability Reporting Standards, das heißt, wenn ich das richtig höre, CSRD, also die Corporate Sustainability Responsibility Directive, CSR Directive, allerdings wurde das S von Social zu Sustainability geändert, glaube ich, und beinhaltet damit ökologisch als auch soziale Nachhaltigkeit. Das heißt CSRD ist die Vorgabe, was zu erreichen ist und ESRS ist der Standard, wie man darüber kommuniziert, damit man das Gleiche meint und das auch einheitlich reportet, oder?
Cordelia Friesendorf [00:18:18]: Genau, So ESG ist das Ziel oder Vision. EOTaxonomie ist ein Rahmenframework, das man nicht verloren geht. Und dann CSRD ist die Regulierung. Das ist eine offizielle Verordnung. Das heißt, es zeigt positive und negative Konsequenzen auf. Beziehungsweise, das ist ein Anreizsystem, was welche Aktivitäten oder welches Verhalten wird belohnt und welches Verhalten wird sanktioniert.
Zackes Brustik [00:18:49]: Ich vergleiche das jetzt mal vielleicht mit der DSGVO. Also wie groß sind die Sanktionen und hast du, denkst du, dass es überhaupt realistisch ist, dass sanktioniert werden wird? Also da kommen wir gleich noch mal drauf zu sprechen. Also wie weit sind wir überhaupt davon entfernt, dass all das dann technisch umgesetzt werden kann und tatsächlich auch ein sanktionswürdiges Verhalten festgestellt wird? Waren es mehrere Fragen in einer Frage?
Cordelia Friesendorf [00:19:16]: Die CSRD hat noch nicht diese Geldsanktionen ganz klar definiert. Sie haben den Weg aufgezeigt, das kommt, das müssen wir noch abwarten bis Juni 2024. Das bringt mich zum Supply Chain Act in Deutschland. Das ist der Grund, warum das in Deutschland sehr, sehr schnell mit diesem Lieferkettengesetz das alles geplant und umgesetzt worden ist. Das ist ab dem 1. Januar, wo dieses Reporting-Verfahren schon in Deutschland startet. Hier gibt es schon Sanktionen. Die teuersten Sanktionen sind mit dem Lieferkettengesetz. Fast 8 Millionen Euro muss gezahlt werden oder 2 Prozent von dem Jahresumsatz, wenn dieser Jahresumsatz mindestens 400 Millionen Euro ist. Wir müssen nicht warten auf die EU mit CSRD. Also für deutsche Unternehmen, die Zentrale in Deutschland haben, werden sie schon diese Schmerzen auf der CEO-Ebene schon spüren. Also schon ab.
Zackes Brustik [00:20:25]: Also das ist ja nicht nur die Zahlung ist natürlich empfindlich, sondern tatsächlich bin ich als Unternehmensführer in persönlicher Haftung?
Cordelia Friesendorf [00:20:33]: Persönliche Haftung nicht direkt. Zum Beispiel, es wird jetzt nicht gesagt, dass man ins Gefängnis kommt oder sowas. Sowas gibt es nicht im Vergleich zu den anderen Gesetzen, was man hat. Aber das ist schon ein Reputationsverlust. Die CEO Appointment sozusagen, wer ist Geschäftsführer, das ist schon ein langer Prozess. Das sind kurze Verträge, drei bis vier Jahre Verträge. Da muss man schon performen. Und so nachhaltig wird so ein Metric, CEO Performance genauer zu schauen. Kann dieses CEO tatsächlich auch liefern und so weiter. So entsprechend gibt es Die härtesten Sanktionen gibt es noch nicht, das sind derzeit noch Geld-Sanktionen. Aber ich denke, was schmerzt, ist dieser Reputationsverlust.
Zackes Brustik [00:21:25]: Okay, jetzt hatten wir, also wir machen es ja gerade noch ein bisschen komplexer. Wir haben jetzt nämlich noch die Supply Chain, das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz, ein unglaubliches Wort, in Deutschland ins Spiel gebracht. Das wirkt jetzt schon. Da ist der Fokus hauptsächlich allerdings auf der sozialen Nachhaltigkeit, weniger auf der ökologischen, oder?
Cordelia Friesendorf [00:21:47]: Genau, ja, so ist das richtig. Human Rights ist das. Ja, das ist einfach die Lieferkette für uns in Deutschland. Das ist einfach, das passt auch viel besser zur deutschen Wirtschaft. Wir produzieren sehr, sehr viel in Deutschland. Wir produzieren viel mehr, als was wir selber konsumieren können. Deshalb muss das alles exportiert werden. Also theoretisch gesehen mehr Produktion als Konsum. Das heißt, 40 Prozent von Deutschlands Einkommen ist grundsätzlich durch Export. Wir sind auch ein rohstoffarmes Land. Das heißt, unser Hauptprodukt, was wir anbieten, ist Innovation. Wir sind Vorreiter in innovativen Produkten. Das größere Ziel in Deutschland bzw. Von der deutschen Regierung, jetzt nicht von der Koalition, sondern von den letzten 30, 40 Jahren schon, eher Deutschland wettbewerbsfähig zu machen durch Innovation, was auch die DNA von Deutschland ist. Deshalb nur die Wertschöpfungskette anzuschauen, wie zum Beispiel von der europäischen Ebene, von der EU-Ebene, was ja die CSRD macht, die gesamte Wertschöpfungskette, dass es in Deutschland nicht so prickelt, warum in Deutschland die meisten Unternehmen wegen der sämtlichen Regularien und Standards, was wir im Bereich in Deutschland haben, sind viele Bereiche schon nachhaltig. Wir haben zum Beispiel einen Mindestlohn. Deutschland hat einen der besten Gesetze für Arbeitsschutz. Es werden viele Sachen bereits erreicht. Damit reicht es, wenn deutsche Unternehmen zunächst ihre Lieferketten adressieren. Warum? Viele Sachen werden importiert, viele Rohstoffe werden importiert. So in anderen Worten, Deutschland exportiert Pollution. Deutschland exportiert Verschmutzung. Das heißt, hier sind die Flüsse alle sauber. Hier haben wir Alles ist gut organisiert. Es sieht alles nachhaltig aus, So Greenwashing-mäßig auch. Aber auch einige Prozesse sind wirklich sauber, nicht nur wirtschaftlich, sondern auch nachhaltig. Allerdings, wenn wir so viel exportieren, dann wir verursachen auch irgendwo die Probleme.
Zackes Brustik [00:24:15]: Und jetzt kurz, da muss ich nachhaken, damit ich das richtig verstehe. Heißt das jetzt, keine Ahnung, wir exportieren viel und es landen dann irgendwo am anderen Ende der Welt unsere Plastikprodukte im Meer? Oder meinst du, wir exportieren Verschmutzung, weil wir am Anfang der Supply Chain billig und unnachhaltig in einem anderen Land produzieren lassen.
Cordelia Friesendorf [00:24:36]: Genau so ist das. Wir lassen das alles im Ausland produzieren.
Zackes Brustik [00:24:41]: Das heißt, du beziehst dich nicht quasi auf die Verschmutzung nach dem Export des Produktes, sondern im Prinzip, anders formuliert, wir externalisieren die Verschmutzung halt in plattgesagt dritte Weltländer.
Cordelia Friesendorf [00:24:53]: Genau, eigentlich ist das beides und jedes Unternehmen hat beide Prozesse. Das ist eigentlich das Problem.
Zackes Brustik [00:25:00]: Upstream und Downstream sozusagen. Upstream heißt in der Produktion, in der Supply Chain und Downstream heißt dann im Verkauf und im Export.
Cordelia Friesendorf [00:25:09]: Genau so ist das. Wenn wir Volkswagen als Beispiel nehmen, es werden viele Rohstoffe importiert, Stahl, Komponente, alles mögliche. Importiert, Stahl, Komponente, alles mögliche. Und gleichzeitig produziert, also hier wird es sauber produziert. Porsche zum Beispiel wird alles sauber produziert, entsprechend gibt es auch einen sehr hohen Preis. Aber wenn das exportiert wird, die Emissionen, ja, so Das verursacht das Problem in dem Land. Das ist beides, aber jedes Unternehmen hat unterschiedliche Werte. Was man in dem Automobilbereich hat, ist etwas anderes in der Textilbranche. Deshalb ist das sehr, sehr komplex. Jedes Unternehmen muss zunächst für ihre Branche die Hausaufgaben machen, für ihr eigenes Unternehmen die Hausaufgaben machen und wirklich ganz penibel die Lieferkette anschauen und wirklich jede Wirtschaftsaktivität prüfen. Exportieren wir diese Verschmutzung, Da wird man auch sanktioniert, wenn wir alles in unserem Bereich nachhaltig machen. Gleichzeitig, wenn wir zum Beispiel eine Ware importieren, einen Rohstoff importieren, und dass dieser kleine Anbieter in dem Drittland, der nicht wirklich nachhaltig arbeitet, dann haben wir auch Konsequenzen. Dann gibt es auch die Sanktionsgefahr.
Zackes Brustik [00:26:43]: Die Nachhaltigkeitstransformation gelingt uns nur als ein offenes und sich gegenseitig unterstützendes Ökosystem. Und daher gibt's endlich mal wieder einen Shoutout zu einem anderen spannenden Projekt. In diesem Shoutout würde ich euch gerne einen anderen Podcast empfehlen und zwar nicht Gewinnenzukunft, sondern Aufwindzukunft. Tatsächlich hab ich den erst nach meiner Namensfindung gefunden, habe dann aber festgestellt, dass wir nicht nur ähnlich heißen, sondern auch inhaltlich extrem nah beieinander sind. Dirk Xander und Oliver Kuschel, die beiden Podcast-Hos, interviewen hier regelmäßig jeweils zwei Gäste in einem sogenannten Quadrolog zum Thema enkelfähiges Wirtschaften. Ähnlich wie bei mir geht es auch oft zum Beispiel die Transformation von Unternehmen zur Klimakompatibilität oder das Thema Impact Business. Anders als bei mir haben Sie aber auch noch das eine oder andere Thema links und rechts davon mit drin. Zum Beispiel nachhaltiges Gaming. Oder ganz konkret diese Folge von Gewinne Zukunft perfekt ergänzend, die letzte Folge von Aufwind Zukunft zum Thema Gemeinwohl ist Verhandlungssache. Hier sprechen Dirk und Oliver mit der Professorin Laura Edinger-Schons und Professor Timo Meinhard unter anderem darüber, welche Verantwortung die Wirtschaftslehre für die große Transformation trägt und was sich in der Bildung und in der Hochschullehre tun muss, damit das Ganze dann auch in die Unternehmen einfließt. Also perfekt ergänzend zu dieser Folge, den Link zu Aufwind Zukunft findet ihr über die Shownotes. Jetzt haben wir gesagt, das Lieferketten-Sorgfaltsicht-Gesetz tritt in Deutschland in Kraft, Allerdings arbeitet die EU auch schon so an einem Äquivalent. Das ist dieses extrem umständliche Wort SCDDDD, mit drei D. Oh Gott, da muss ich jetzt nochmal nachlesen. Das war, glaube ich, die Corporate Sustainability Due Diligence Directive. Das heißt, also in ein, zwei Jahren haben wir das Äquivalent dazu auf EU-Ebene?
Cordelia Friesendorf [00:28:35]: Genau, so ist es.
Zackes Brustik [00:28:36]: Und auch speziell mit dem Fokus auf soziale Nachhaltigkeit oder ist das dann breiter gefasst und inkludiert auch die ökologische Nachhaltigkeit?
Cordelia Friesendorf [00:28:44]: Es ist breiter gefasst. Es ist wirklich, also ESG ist so ein Thema, das ist nicht möglich nur auf sozial sich zu konzentrieren oder nur auf Umwelt. Es ist wirklich so, dass es nicht möglich ist, sich nur auf das Soziale oder nur auf die Umwelt zu konzentrieren. Das kann alles klappen, nur auch wenn die Manager mitdenken und mitmachen wollen. Das war ja das Problem bisher. Die Führungskräfte haben gesagt, naja, das ist alles nicht so ernst. Oder ich habe meine Kontakte hier mit den Politikern, mit dieser politischen Partei und dann muss ich den richtigen wählen Und dann ist das alles erledigt. Auch in Brüssel gibt es ja viele EU-Lobbyisten und so weiter. So das war in dem System, du hast ja vorher über die Lücke gefragt, es gab die Möglichkeiten irgendwie wegzukommen von vereinbarten Regeln. Das wird nicht mehr so möglich sein. Das ist diese Transparenz, was verlangt wird durch das Reporting-System. Da muss man Sachen schreiben, was stimmt. Man kann nicht irgendwelche schöne Sachen schreiben oder schöne Projekte, was man damals gemacht hat. Corporate Social Responsibility Project hier und da, das reicht nicht mehr aus.
Zackes Brustik [00:29:54]: Ich wiederhole es noch einmal kurz, quasi das große Ziel, die große Vision ist ESG. Das Ganze anzugehen als Framework gibt es die CSRD und dann darunter nochmal als Standard, tatsächlich dann das umzusetzen und auch zu wissen, was wird wie kommuniziert. Wir sprechen über das Gleiche. Gibt es die ESRS, also die European Sustainability Reporting Standards Und dann, wenn man nach Deutschland schaut, nochmal viel spezieller und durchaus auch härter quasi das Lieferkettengesetz. Allerdings in der Pipeline auf EU-Ebene das Äquivalent dazu, nämlich die CSDDDD. Großunternehmen sind schon länger mit ESG befasst, das heißt in der Regel haben die wahrscheinlich interne Ressourcen schon, kompetente Ressourcen. Problem ist vermutlich eher für Mittelständler, die jetzt neu darunter fallen, oder? Also wie groß ist denn aktuell der Beratungsbedarf und wo haben deine Erfahrungen nach Großunternehmen einerseits und dann aber auch Mittelständler die größten Baustellen und Herausforderungen was das alles angeht?
Cordelia Friesendorf [00:30:55]: Ja also die Frage ist ein bisschen schwer zu beantworten, weil was sind dann Großunternehmen? Großunternehmen sind im B2C und B2B Bereich und im B2B Bereich sind ihre Referenten diejenigen, die wir als Mittelständler bezeichnen. Und dann genauso ist das bei den Mittelständlern. Es gibt die großen Mittelständler, die haben auch B2C und B2B und die arbeiten mit den kleineren KMUs, die lokalsten Unternehmen. Das heißt, wenn die großen Unternehmen schon betroffen sind, dann sind die weiteren Players auch betroffen. Nur, dass sie dürfen, sie haben, wie man das verstehen kann, bis zum Jahr 2028 sind die kleinsten Unternehmen nicht betroffen. Aber sobald ein Unternehmen 250 Mitarbeiter hat, muss das Unternehmen schon ESG-compliant sein.
Zackes Brustik [00:31:55]: Das heißt, wenn ich das richtig verstehe, so als mittelgroßes Unternehmen, in Anführungszeichen, Entweder habe ich Glück und ich verkaufe es direct to consumer. Also ich bin nicht Zulieferer oder sowas. Dann bin ich erst mal noch raus und habe ein bisschen Zeit, mich gut aufzustellen. Wenn ich allerdings B2B verkaufe und unter Umständen ein größeres Unternehmen, was schon Reporting verpflichtet ist, dann bin ich da automatisch mitgetroffen. Allerdings muss ich erstmal nur dem großen Unternehmen zuarbeiten und nicht selber meinen Report erstellen.
Cordelia Friesendorf [00:32:25]: Richtig zusammengefasst, aber ich denke, wenn man wirklich drauf schaut, habe ich 250 Mitarbeiter, dann bin ich verpflichtet. Deshalb wird es empfohlen, auf allen Ebenen sofort, so schnell wie möglich, mit dem Reporting-Verfahren zu starten.
Zackes Brustik [00:32:42]: Da wird es jetzt spannend. Also, weil was ich viel höre auch Von ESG-Startups, die meinen, dass gerade die ganzen Mittelständler das Thema schon noch so ein bisschen auf die lange Bank schieben, weil die das Gefühl haben, unter Umständen haben sie noch zwei Jahre Zeit und aktuell drückt halt die Energiekrise plus Inflation. Das heißt anscheinend, dass da das Gefühl, dass gerade so bald betroffene Mittelständler das Thema erst mal noch auf später vertagen.
Cordelia Friesendorf [00:33:06]: Ja, das ist vielleicht fehlerhaft. Das ist genau der Punkt. Also die Politiker oder die auf der Kommunalebene werden sie auch sagen, hey, wenn ihr eine Gaspreiskrise habt, haben wir euch ja Geld gegeben. Wir haben ja euch gerettet. Aber das hat mit den ESG-Regularien nichts zu tun. Ihr habt ausreichend Zeit gehabt. Deshalb wird es wirklich sehr stark empfohlen, so schnell wie möglich zu starten. Die richtige Vorgehensweise ist, in dem Unternehmen schon zwei bis drei Personen, die tatsächlich nachhaltigkeitsbegeistert sind, als Team zu formen und tatsächlich die Kommunikation zu starten von der strategischen Ebene.
Zackes Brustik [00:33:49]: Und das heißt, klingt für mich auch so, das braucht schon ein bisschen Vorlaufzeit. Da kann man jetzt nicht sagen, wie damals beim Datenschutzgesetz, ah Mist, das kommt in einem Monat, okay, lass das mal kurz durchsetzen. Sondern das klingt eher nach einem langen Prozess, wenn das wirklich die komplette Lieferkette betrifft, da muss ich erst mal überhaupt rein, die Daten bekommen. Gegebenenfalls, wenn es da nicht gut aussieht, muss ich Supplier wechseln etc. Etc. Wie lang in deiner Erfahrung nach braucht ein mittelgroßes Unternehmen, das Thema wirklich querschnittsmäßig A zu verankern und dann B, unter Umständen auch den einen oder anderen Missstand aufzuheben?
Cordelia Friesendorf [00:34:24]: Also diejenigen Mittelständler, die schon digital sind, haben ihre Daten, dann brauchen sie jetzt nicht neue Daten zu sammeln. Aber es gibt ja Digitalisierung ist auch das Thema, was bereits nicht erreicht worden ist von vielen Mittelständlern. So diejenigen Unternehmen, die nicht digital sind, müssen dann neu starten, dass sie tatsächlich die Daten sammeln, auch darüber reporten zu können, ob sie das Ziel Nachhaltigkeit erreichen können. So, das ist der weitere Punkt in Deutschland. Das ist auch so ein Backdoor durch die Hintertür Digitalisierung in Deutschland durchzuforcieren.
Zackes Brustik [00:35:06]: Also ein klarer Ansporn sozusagen zu digitalisieren. Das kommt auch in anderen vielen Folgen immer wieder vor, dass es eine Twin Transformation ist. Reporting, dann die tatsächliche Nachhaltigkeit und die Digitalisierung gehen da Hand in Hand. Im besten Fall hat man Ressourcen, die man dafür schon nutzen kann. Und im zweitbesten Fall nimmt man das als Anlass, das endlich umzusetzen. Wie Viele Unternehmen, deiner Erfahrung nach, sehen das so als leidige Hausaufgabe, dass sie entweder verschoben haben oder im besten Fall schon angehen. Und wie viele Unternehmen haben wirklich das Gefühl, wollen wir proaktiv nutzen, wollen wir als Herausforderung angehen und auch grundsätzlich strategisch angehen für die Unternehmensausrichtung?
Cordelia Friesendorf [00:35:50]: Ja, also ich habe jetzt keine Survey gemacht, also eine empirische Umfrage habe ich noch nicht gemacht, aber vom Gefühl her würde ich sagen, ja ich sage mal 90 Prozent finden das, sie sind nicht wirklich begeistert. Es gibt eine, es ist wirklich eine Minderheit von Unternehmen, was ich auch verstehen kann, weil es eine Aufgabe, eine riesen Aufgabe, ja, Leute zu begeistern, Leute zu gewinnen, auf der strategischen Ebene als CEO, bevor man tatsächlich umsetzt, auch in problematischen Zeiten mit Gaspreiskrise und alles Mögliche, was wir kriegen. Die Stimmung ist so schlecht. Alle haben die große Angst, was sind die Kosten? Das ist auf einer Seite. Also viele Unternehmen in Deutschland können schon die Ressourcen leisten. An Finanzressourcen mangelt es nicht. Das größere Problem ist, die Mitarbeiter, die Mitarbeiterinnen hierfür zu gewinnen, die Lieferanten, die Lieferantinnen hierfür zu gewinnen. So wenn alle Beteiligten genauso finanzreich sind, ressourcenreich sind, ist das alles kein Thema. Das sind die Zeitressourcen, die Finanzressourcen und tatsächlich das alles umzustellen, gleichzeitig gute Stimmung im Haus zu haben. Wir haben auch einen Inflationsrate von 10 Prozent. Ja, ich weiß es nicht, wie viele Mittelständler zum Beispiel in Deutschland sagen, okay, jetzt Jahresgespräch im Dezember. Ja gut, gerne mache ich als Manager, ja als Reporting Officer, als Führungskraft, ja 10 Prozent on top bekommst du, ja. Gehalt plus 10 Prozent und on top Bonus und so weiter und so fort, weißt du. Das sind die Schwierigkeiten, die die Manager haben. Und dann on top verlangst du sehr viel Aufwand von Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen.
Zackes Brustik [00:37:37]: Die Gretchenfrage ist ja jetzt natürlich, also klar schwierig alle an Bord zu bekommen intern, also dass ich als CEO wirklich dann die nächsten Ebenen dafür begeistern kann, bloß die Lieferanten. Ist das dann eine Misconception, dass das dann von meinen Mitarbeitenden falsch eingeschätzt wird und eben nur als Kostenfaktor und Herausforderung angesehen wird? Oder auch, wenn das natürlich jetzt nicht meiner Mission entgegenkommt hier mit dem Podcast, ist das rein wirtschaftlich, also rein finanziell gesehen smartes Vorgehen, das zu vertagen.
Cordelia Friesendorf [00:38:14]: Ja, ich sag mal so, der smarte oder die smarte CEO wird diese Themen, ja das sind Themen, ja das ist nicht ein Thema, diese Themen als Herausforderung ansehen, weil sie als CEO muss sie auch punkten im Team, im größeren Team, die Challenge annehmen. Deshalb ist die clevere Vorgehensweise, das anzukündigen und dann das Reporting-Verfahren zu starten. Das ist eine Chance, Das ist eine smarte Chance für die Führungskräfte. Und wir werden das auch in den nächsten zwei, drei Jahren erleben. Die CEOs, die nicht wirklich bereit sind oder ständig meckern und so weiter, fliegen raus. So die Headhunters werden sich darum kümmern. Das wird sofort ein Thema, genau wie Corporate Governance seit mehreren Jahren ein Thema ist. Wir brauchen Leute, die nicht korrupt sind oder korruptionswillig oder fähig sind. Wir wollen all diese Themen lösen. Wir wollen einen CEO, der wirklich Diversity versteht und auch umsetzen kann. Wir wollen einen CEO, der tatsächlich Klimawandel versteht und umsetzen kann. Wenn du nicht Vorreiter bist, dann musst du ein schneller Follower werden. Ansonsten bist du ein MeToo-Follower, aber wenn man das alles bis 2024 nicht erreicht, fliegt man aus dem Markt raus. Es ist einfach, die Kundinnen haben die Macht hier. Das ist dieser Game Changer.
Zackes Brustik [00:39:43]: Gibt es grundsätzlich so ein paar Irrtümer, Missverständnisse oder sonstiges, das dir immer wieder begegnet, wenn du mit Unternehmen sprichst?
Cordelia Friesendorf [00:39:52]: Also sehr viel Chaos gibt es. Das merke ich schon einfach, weil viele, das sind so viele Abkürzungen. Alle Directives sprechen über das gleiche Thema Nachhaltigkeit. Und wenn man wirklich tiefer reingeht, dann entdeckt man, dass es auch ein soziales Thema ist. Irgendwas mit Menschenrechten oder irgendwas mit Führungsproblemen. So daher ist das Konzept ESG, Also wenn man wirklich ESG wie einen Leuchtturm betrachtet. Alle meine Aktivitäten müssen wirtschaftlich sein, nachhaltig sein und sozial sein. Dann habe ich tatsächlich eine Aktivität produziert, die das Unternehmen absichert. Das ist viel Arbeit für die Strategieabteilung in jedem Unternehmen. Wo muss das angesiedelt sein? In der Strategieabteilung. Ein Unternehmen muss zunächst Strategie ein bisschen stärker machen und da können, ja, man stellt viele mit dem BWL Background ein und mit der Spezialisierung Nachhaltigkeit. So Man muss ein Verständnis haben für die Regularien, man muss Verständnis haben für die Wirtschaftsaktivitäten und wenn man diesen Report, den Bericht geschrieben hat, dann wird es weitergegeben zu den Anwälten im Unternehmen oder auch zum Beispiel wie Ebner und Stolz. Sie gucken ganz genau mit den Sanktionen und dann ist das abgehakt und dann wird das präsentiert zu den Behörden.
Zackes Brustik [00:41:27]: Klingt für mich noch nach einem ganz anderen Grund, sich als First Mover zu positionieren. Also, weil BWLer finde ich da draußen wahrscheinlich wie Sand am Meer oder BWLerInnen. Aber jetzt tatsächlich jemanden, der die Doppelkompetenz hat von BWL und das Thema Nachhaltigkeit tatsächlich auch strategisch versteht und studiert hat, ist wahrscheinlich sehr rar. Ich kann mir vorstellen, dass die Unternehmen, die jetzt diese Talente schon vom Markt reinholen und bei sich im Unternehmen verankern, die nächsten Jahre einen klaren Vorteil haben werden, oder?
Cordelia Friesendorf [00:41:58]: Absolut, absolut. Das ist wirklich ein sehr schwieriger Markt. Es gibt diejenigen, die wirklich Nachhaltigkeitsexperten sind, sind nicht unbedingt BWLer. Deshalb können sie tatsächlich diese Wirtschaftlichkeit, was man als Profitabilität, Produktivität, Liquidität, Diese Ziele können sie nicht erreichen. Und die reinen BWLer haben wenig Verständnis für Nachhaltigkeit. Man braucht wirklich die Mittelmanagers. Man muss wirklich diese Strategie verstehen und gleichzeitig bereit sein, im operativen Bereich zu arbeiten. Das gibt es nicht bisher.
Zackes Brustik [00:42:32]: Ich wollte gerade sagen, also ich meine, es gibt diese ganzen Regulierungen, die unglaublich wichtig sind. Die Timeline ist schon eng, also jetzt nicht nur die Regulierungstimeline, sondern ich meine, die ganzen Klimapunkte drängen ja, ob wir jetzt hinterherkommen oder nicht. Also das ist ja einfach eine Deadline. Aber kommt denn das Bildungssystem hinterher, wenn du jetzt als Professorin und du bist ja auch Dekanin auf das Bildungswesen schaust? Also produzieren wir überhaupt genug kompetente Menschen, die das Thema wirklich fachlich umsetzen können?
Cordelia Friesendorf [00:43:00]: Die Bildungssysteme sind schon bereit, man braucht, aber das reicht nicht. Also die Programme sind schon da. Zum Beispiel die Privathochschulen in Deutschland sind schon unterwegs in diesem Bereich. Und wir platzieren auch unsere Studis in den Unternehmen. Überwiegend, BWL zum Beispiel, überwiegend in Ernst & Young, KPMG, Accenture, PwC und so weiter. Allerdings, was wir gerade in Deutschland brauchen, ist das Coaching. So, beziehungsweise im Bildungssystem brauchen wir berufsbegleitende Programme. So, zum Beispiel, wenn wir bei VW Kollegen haben, die in der Strategieabteilung schon lange arbeiten und das weitere Learning, was sie brauchen, ist über Nachhaltigkeitsregeln, CSRD, diese technischen Begriffe und das größere System, tatsächlich alles umzustellen. So diese Programme existieren schon, aber wir brauchen mehr davon, dass das alles schnell erreicht wird.
Zackes Brustik [00:44:00]: Das würde mich jetzt interessieren, weil ich in Folge 3, genau, hatte ich René Schmittpeter da, quasi so ein Professorenkollege von dir, der sich auch auf das Thema Nachhaltigkeitsmanagement, CSR etc. Schon seit Jahren fokussiert. Und er meinte, die größte Aufgabe überhaupt und die, die vielleicht sogar an der es scheitern kann, ist, dass wir Millionen an Mittelmanagern umschulen müssen. Berufsbegleitenden Fortbildenden im Thema Nachhaltigkeit, würdest du dazu stimmen?
Cordelia Friesendorf [00:44:25]: Ja, aus meiner Sicht, also viele, die schon bei VW arbeiten, diejenigen, die bei VW arbeiten oder bei Icelstorf arbeiten oder bei RWE arbeiten, werden schon gezielt gecoacht in-house oder auch mit Bildungsanbietern, wie zum Beispiel bei uns an der SRH. Das wird schon stattfinden. Also Die Unternehmen werden sich schon darum kümmern. Aber wenn du über die Population redest, diejenigen, die nicht bei VW arbeiten oder selbstständig sind, wie schaffen wir das, sie zu begeistern? Das können wir durch die Bildung in diesem konservativen Sinne nicht erreichen. Da brauchen wir die Unterstützung von den Medienhäusern. Das muss wirklich über Journalisten, von Journalisten muss das betrieben werden. Ich bin keine Medienexpertin, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, wenn man auf ZDF oder ARD eine Sendung platziert mit Gunter Jauch, also über Nachhaltigkeit und so weiter, ganz gezielt Menschen ab 40 abzuholen. Da muss man schon ganz klar mit Persönlichkeiten arbeiten. Wir müssen wirklich täglich im Alltag mit ESG konfrontiert sein, Menschen zu begeistern und davor zu gewinnen. Ansonsten werden wir weiterhin Greenwashing haben.
Zackes Brustik [00:45:49]: Mega spannend, also weil das heißt ja, die Regulation kommt, die Unternehmen werden das umsetzen, manche werden, wenn sie smart sind, wie du gesagt hast, das sehr schnell angehen, andere werden vielleicht das noch ein bisschen verbummeln. Aber Was mir noch fehlt, wenn ich das heraushöre, ist eine begleitende Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Und gerade, was du gesagt hast, jetzt nicht Grundlagenstudium, sondern vor allem berufsbegleitend und coachingmäßig. Also a, Awareness und b, Kompetenzen und Knowledge.
Cordelia Friesendorf [00:46:17]: Ja, so ist es. Aber leider muss ich auch dazu sagen, ja man muss wirklich lernbereit sein und offen sein. Ich denke, das ist der wichtigste Skill, was man braucht, insbesondere in Krisenzeiten. Das ist, was ich erlebe. Irgendwann blockt man das alles ab, weil es einfach viel zu viel ist. Und da brauchen wir auch einige Persönlichkeiten, Skills, dass man wirklich aufnahmefähig ist, dass man tatsächlich das alles erreichen kann. Aber das ist ein ganz klarer Vorteil für uns alle in Deutschland. Deutschland kann Vorreiter werden in Europa. Es ist auch eine geopolitische Sache. Es ist ein sehr wichtiges geopolitisches Ziel, das Geschäftsmodell Deutschlands abzusichern.
Zackes Brustik [00:47:04]: Das finde ich ein unglaublich wichtiges Statement zum Schluss. Einerseits schließt du den Kreis, weil du hast ja, wir haben ja eröffnet damit, dass selbst für dich als Professorin das ein tägliches Lernfeld ist, weil sich wahnsinnig viel entwickelt und für die nächsten Jahre auch weiterhin noch entwickeln wird. Und das andere ist, du bist als Professorin in erster Linie mit dem Thema Finance und Wirtschaft unterwegs und machst Nachhaltigkeit mit. Aber einfach, das heißt dein Background ist Finance und Wirtschaftlichkeit und dass du auch nochmal damit schließt zu sagen, es ist ein unglaublich wichtiges Standortthema. Sehr spannend zu hören. Gerade ja auch, weil immer wieder das Argument kommt, wir schaffen uns als Industriestandort ab, wenn wir zu nachhaltig werden, wenn wir zu viel Erneuerbare machen. Machen, jadejadeja. Ich sehe dich jetzt gerade hier auch schon auf dem Bildschirm den Kopf schütteln. Das heißt auch du sagst, nein, es ist andersrum. Je schneller wir uns da aufstellen, je gründlicher, umso mehr machen wir uns wirklich future ready als Standort, auch als Wirtschaftsstandort.
Cordelia Friesendorf [00:48:00]: Absolut, also Vorreiter sein.
Zackes Brustik [00:48:02]: Vorreiter sein, Pionier sein. Ich glaube, das fehlt uns ein kleines bisschen in Deutschland noch, wieder den Pioniergeist entdecken, weniger zu schauen, wie können wir die vergangenen Errungenschaften retten oder bewahren, sondern wie können wir wieder ein bisschen die Lust auf das Neue, auf das Lernen, auf das Wegbereiten entdecken und wieder den Pioniergeist entfachen. Danke dir Cordelia!
Cordelia Friesendorf [00:48:24]: Ich danke dir, sag ich.
Zackes Brustik [00:48:27]: Das war schon die 14. Folge von Gewinne Zukunft und damit die finale Folge der ersten Staffel. Ich gehe erstmal in die Winterpause, aber schon im Januar starte ich mit der zweiten Staffel von Gewinne Zukunft. Während ich in der ersten Staffel vor allem viele GründerInnen und ExpertInnen aus dem Bereich Green Tech oder Impact Business hatte, wird in der zweiten Staffel der Focus noch mehr auf den Corporate Transformation Stories liegen. Das heißt noch mehr Erfahrungsberichte von zum Beispiel deutschen Mittelständlern, die es geschafft haben, sich erfolgreich auf den Weg der Klimakompatibilität zu begeben oder dabei sind die Unternehmen durch die Produktion und komplette Supply Chain hindurch erfolgreich zu dekarbonisieren. Ich kann jetzt schon versprechen, dass es wieder eine spannende Mischung aus wirklich inspirierenden Menschen und praktischen handfesten Tipps wird. Am wichtigsten allerdings ist mir, dass ich wirklich die Fragen beantworte, die euch umtreiben. Bewertet daher gerne diese Folge und hinterlasst ein qualitatives Feedback oder eure Wünsche für die nächste Staffel. Und connectet euch mit mir auf LinkedIn und schickt mir gerne dort euer Feedback. Entweder unter meinen Beiträgen oder direkt als DM. Den Link zu meinem LinkedIn-Profil findet ihr auch in den Show Notes.
Cordelia Friesendorf [00:49:41]: Untertitel von Stephanie Geiges
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📣 Mein Shout-out der Folge gilt diesmal einem anderen wertvollen Podcast mit fast gleichem Namen: Aufwind Zukunft. Dirk Sander und Oliver Kuschel, Geschäftsführer der gemeinnützigen Anthropia gGmbH, diskutieren in jeder Folge mit zwei Gästen die sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit. Sehr empfehlenswert!
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Über den Podcast-Host Zackes Brustik:
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Über 'Gewinne Zukunft':
In diesem Podcast spricht Zackes Brustik alle zwei Wochen mit den Pionieren und Wegbereiterinnen der unternehmerischen Nachhaltigkeit. Was braucht es, um als Unternehmen nicht nur klimaneutral zu werden, sondern wirklich kompatibel mit den Klimazielen, der Kreislaufwirtschaft oder den SDGs als solches zu werden? Jeder Mensch, der hier zu Gast ist, hat eine einzigartige Geschichte zu erzählen und wertvolles und praktisches Wissen für Dich in petto. Dieser Podcast motiviert und befähigt Dich als CEO, Sustainability Managerin oder Entscheider*in Nachhaltigkeit praktisch und wirtschaftlich umzusetzen. Schließ Dich den Nachhaltigkeitspionieren an und trage mit Deinem Unternehmen erfolgreich zu einer lebenswerten Zukunft bei!