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Worum es in dieser Folge geht

Dein Einstieg ins ESG-Reporting und die CSRD: Standards, Wesentlichkeit, Klimabilanz und nötige Ressourcen.

Nach dieser Folge weißt Du alles, was Du brauchst, damit der erste Nachhaltigkeitsbericht in Deinem Unternehmen sauber über die Bühne läuft. Und warum ein ESG-Report und eine Nachhaltigkeitsstrategie für Dein Unternehmen so wertvoll sind.

Für Deinen perfekten Einstieg in das Thema hat sich Podcast Host Zackes sowohl von einer Expertin als auch einer frischen Head of Sustainability den Weg zur ESG-Berichterstattung erklären lassen.

Nuvia Maslo ist CCO bei Verso, dem langjährigen ESG-Software Pionier in Deutschland, und Gründern der Verso Academy. Von ihr erfährst Du die wichtigsten Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung:
✅ Welcher ESG-Standard ist der richtige für Dein Unternehmen?
✅ Wie gehe ich eine Klimabilanz an und was ist doppelte Wesentlichkeit?
✅ Darum ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung so wichtig für Talent-Akquisition, für Kredite oder für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen.

Alina Schneider ist Head of Marketing und und Head of Sustainability bei der Public Cloud Group. Wie für viele gerade ist der Nachhaltigkeitsbericht für sie ein komplett neues Feld für sie gewesen. Sie erzählt, wie sie sich eingearbeitet hat und was der ESG-Report darüber hinaus Positives im Unternehmen bewirkt hat.
✅ Wie viel Wissen oder Fortbildung brauche ich für einen Nachhaltigkeitsbericht?
✅ Wie viele interne Ressourcen und Mitarbeitende brauche ich für den Nachhaltigkeitsbericht?
✅ Wie kommuniziert man den Nachhaltigkeitsbericht im Unternehmen oder nach Außen?

Diese Folge ist Teil eines zweiteiligen Deep Dive zu CSRD und ESG-Reporting. In der Folge davor lernst Du von zwei ESG-Consultants welche Fehler und Fuckups bezüglich der CSRD üblich sind und wie Du sie in Deiner Nachhaltigkeitsstrategie vermeidest.

Vollständiges Transkript anzeigen

Alina Schneider [00:00:04]: Wir haben das Ganze gemeinsam mit einer großen Internetpage in einem Call vorgestellt und haben dann super viele Informationen geteilt, den Nachhaltigkeitsbericht, die Klimabilanz und, und, und. Wir haben super viele positive Reaktionen bekommen von Kommentaren in unserem Company Chat über Kollegen und Kolleginnen, die sich direkt bei mir gemeldet hatten. Es gab einzelne Kollegen, die direkt mit Ideen für Aktivitäten und Initiativen zu mir kamen.

Zackes Brustik [00:00:31]: In der Folge heute erfährst du alles, was du brauchst, dich mit deinem Unternehmen auf den Weg zu einem formvollendeten Nachhaltigkeitsbericht zu machen. Wo fange ich an, was brauche ich an Ressourcen, Daten und Strukturen, auf welchen Standard soll ich setzen? EMAs, DNK, was bedeutet der kommende Standard ESRS und gibt es noch andere und am wichtigsten was kann der Bericht jenseits der Pflichthausaufgaben auch positives in meinem Unternehmen bewirken oder auch in Bezug auf Investitionen, Kredite oder Ausschreibung? Die Antworten gibt es wie immer nicht von irgendwem. Nein, ich habe mir Nuvia von Verso eingeladen. Verso ist eigentlich der Pionier im Bereich Nachhaltigkeitssoftware im deutschsprachigen Raum und Nuvia ist dort CCO und hat auch in den letzten Jahren speziell die Verso Academy aufgebaut und gegründet. Denn Verso hat gemerkt, das wichtigste eigentlich bei den ganzen Kunden im Mittelständlern ist überhaupt erstmal Wissen aufzubauen, interne Ressourcen aufzubauen und daher weiß sie ganz genau, welche Themen euch unter den Nägeln brennen. Für den Reality Check hat sie sich noch Alina Schneider mitgebracht von der Public Cloud Group. Alina hatte dort als Head of Marketing & Communications und auch Head of Sustainability die Freude, in den letzten Monaten den ersten Nachhaltigkeitsbericht der Public Cloud Group auf die Beine stellen zu dürfen. Sie weiß, welche Hürden sie da intern getroffen hat oder welche Herausforderungen, aber auch, was der Bericht, wenn er mal da ist, dann Positives bewirken kann. Damit legen wir schon los. Herzlich willkommen, Nubia und hallo Alina.

Nuvia Maslo [00:01:59]: Hallo Zekis. Hallo.

Zackes Brustik [00:02:01]: Die Fakten, glaube ich, sind allen, die zuhören, vermutlich schon bekannt. Die CSRD kommt, das heißt, jetzt sind nicht nur 500, sondern 15.000 Unternehmen von der Nachhaltigkeitsberichtspflicht betroffen. Die meisten davon für das Jahr 2025, also ab 26, müssten sie dann die Berichte einreichen. Nuvia, machen wir gleich mal da den Check. 15.000 Unternehmen, die haben noch so knapp zwei Jahre Zeit. Wie viel von denen machen sich jetzt schon auf den Weg und wie viel sagen, Das können wir vielleicht noch auf die lange Bank schieben.

Nuvia Maslo [00:02:31]: Ja, gute Frage. Da gibt es ja ganz unterschiedliche Meinungen dazu. Also meine Meinung dazu ist wirklich, dass die meisten sich jetzt doch schon auf den Weg machen, weil sie eben merken, okay, es ist doch eine größere Geschichte. Es ist nicht irgendwie jetzt in zwei Wochen erledigt und ich kann mir Zeit lassen, sondern das ist was ganz, ganz Tiefgreifendes, was da eben auch passiert im Unternehmen und was erst mal gedacht werden muss und dann aber auch gut umgesetzt werden muss und seine Zeit dauert.

Zackes Brustik [00:02:57]: Damit hast du schon einen Teil der zweiten Frage beantwortet. Warum sollte ich mich jetzt schon auf den Weg machen?

Nuvia Maslo [00:03:03]: Ja, genau, wie eben schon gesagt, im Prinzip ist es so, dass es wirklich eine Reise ist. Also das ganze Thema nachhaltige Transformation, also schon das Wort Transformation hat es ja drinnen. Wir sind hier unterwegs als Unternehmen, Wir entwickeln uns da ganz, ganz arg weiter und das betrifft so gut wie alle, alle, alle Bereiche im Unternehmen. Und dementsprechend ist es schon so, dass man da einfach frühzeitig Gas geben muss, wirklich die Daten zusammenzubekommen. Denn was ich nicht messen kann, kann ich ja bekanntlich auch nicht managen oder weiterentwickeln. Dementsprechend ist da natürlich total wichtig, auch jetzt schon zu sehen, wo stehe ich denn mit den Daten, zum Beispiel CO2-Fußabdruck, aber auch eben mit anderen Daten. Wir sehen das Thema sehr ganzheitlich, also auch Mitarbeitendenkennzahlen und so weiter, dann wirklich auch schon mit der CSRD eine Entwicklung aufzeigen zu können und optimalerweise dann eben auch schon eine Idee zu haben, was ist wirklich wichtig für unser Unternehmen.

Zackes Brustik [00:03:59]: Ich sag mal so, Wer jetzt schon anfängt, hat natürlich auch den Vorteil, dass wenn die Zahlen, die er findet, vielleicht nicht ganz so gut sind und er dann spätestens ab 2026 wirklich die Hosen runterlassen muss, bis dahin vielleicht schon ein bisschen was verbessern konnte. Also insofern auch das wahrscheinlich ein wirklich wichtiger Grund, jetzt schon loszulegen, selbst wenn man den Bericht vielleicht dieses Jahr noch nicht veröffentlicht. Weiß man zumindest selbst, was da auf einen zukommt. Alina, ich habe es gesagt, du bist Head of Communications und Head of Sustainability. Du durftest das das alle erste Mal machen. Wurdest du damit auch angelockt zu sagen, hey cool, du kannst bei uns auch das Thema Sustainability machen? Und was war euer Grund als Public Cloud Group, der Name sagt, er hilft Kunden bei der Cloud Transformation, loszulegen? Also ihr seid ja jetzt kein Automotive Zulieferer, die jetzt schon knallharte Vorgaben machen. Ich glaube, eure Kunden fragen vielleicht mal, aber es ist wahrscheinlich noch nicht so kriegsentscheidend. Also was war für euch der Haupttreiber?

Alina Schneider [00:04:50]: Ja, wir haben die Public Cloud Group oder wie wir immer gern sagen, die PCG, gut Mitte 2021 gegründet. Also es ist ein relativ junges Unternehmen an der Stelle. Und als wir da praktisch so zusammensaßen und uns Gedanken gemacht haben über alles Mögliche vom Namen, über die Aufstellung und und und, haben wir auch direkt in diesem ersten Gespräch für uns festgelegt, wir möchten das Thema Nachhaltigkeit als eine der großen Zollen bei uns im Unternehmen mit verankern. Wir haben das aus dem Grund gemacht, weil wir gesagt haben, wir wollen, wenn wir schon die Möglichkeit haben, hier was aus dem Boden zu stampfen und ganz neu loszulegen, möchten wir auch ein Unternehmen auf die Beine stellen, was auf jeden Fall einen Mehrwert bietet. Und Natürlich bieten wir den für die Kunden, einfach mit den Lösungen, die wir anbieten. Aber so ein Unternehmen besteht natürlich aus wahnsinnig vielen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und die sollen natürlich den gleichen Mehrwert verspüren. Und so sind wir auf den Trichter gekommen, zu sagen, okay, lass uns Nachhaltigkeit da mit reinnehmen. Ich saß wie gesagt mit in diese Runde, habe das Thema auch dann ownen dürfen bzw. Habe es mit übernommen, habe die Doppelrolle dann auch bewusst angenommen, weil es mich zum einen natürlich privat wahnsinnig treibt und interessiert und ich aber auch diesen Mehrwert unbedingt umsetzen wollte. Und es ist auch einfach ein schöner Zusammenschluss, wenn man das ganze Kommunikationsthema in der Hand hat. Zudem das Nachhaltigkeitsthema, wenn man damit einfach auch das, ich sag mal, das große Ganze immer schön darstellen kann, das kommunikativ aufarbeiten kann und einfach auch das Wissen teilen kann, was da erarbeitet wird.

Zackes Brustik [00:06:21]: Wie sehr das auch kommunikativ intern und extern wirkt, das besprechen wir nachher. Aber wir fangen erst mal bei Null an. Nubia, was sind die ersten Schritte? Jetzt hast du ein Unternehmen wie die PCG zum Beispiel, die sagen, okay wir wollen das angehen, wo fangen die am besten an? Was ist so wirklich der allererste Schritt und dann der zweite und der dritte?

Nuvia Maslo [00:06:40]: Der allererste Schritt ist wirklich ein klares Bekenntnis, einerseits von obersten Unternehmensorganen, wie man immer so ein bisschen hochgestochen sagt, also Geschäftsführung, Vorstand, was auch immer. Also man sieht, es ist ganz, ganz schwierig, wenn wirklich die Entscheider im Unternehmen nicht dahinter stehen, weil dann kann es meistens gar nicht so richtig durchgezogen werden, weil es einfach wegpriorisiert wird dann auf den weiteren Ebenen im Unternehmen. Also das Allerwichtigste ist erstmal das klare Bekenntnis, dann aber natürlich auch nicht nur vom Topmanagement, sondern eben auch von den Mitarbeitenden Personen. Also da muss irgendwie ganz klar sein, okay, das hat jetzt Priorität und das ist nicht irgendwie so ein nice to have Nebenthema. Dann geht es natürlich aber auch darum, die richtige Einstellung mitzubringen und von Anfang an sich klar zu machen, wir berichten hier was und das ist wirklich ein objektiver Bericht und es ist kein Marketing. Also ja, es zahlt bestimmt, wenn man es gut macht und inhaltlich mit Leben füllt, irgendwann auf Marketing ein. Aber so Nachhaltigkeitsbericht und überhaupt das Thema Nachhaltigkeit ist einfach überhaupt gar kein Marketing. Und da geht es wirklich darum, sachlich ehrlich, vollständig die Themen darzustellen und eben jetzt nicht Gefahr zu laufen, irgendwie ins Screenwashing reinzukommen. Und dann, wenn wir so, das sind so die Einstellungsthemen, die aber total wichtig sind, überhaupt zu starten. Wenn wir dann weitergucken, dann geht es natürlich darum, wirklich Daten zu sammeln. Da bietet es sich eben wirklich auch an, einen Standard direkt von Anfang an zu wählen, einen etablierten Standard, halt Step by Step auch zu wissen, welche Daten brauche ich denn, wen kann ich da auch ansprechen, Was gibt es vielleicht auch für Beispiele? Und ja, und das ist glaube ich auch so die Hauptaufgabe, wirklich diese Datensammlung gut anzugehen. Wenn wir zum ersten Bericht sprechen, ist es ja meistens ein Status Quo Bericht. Später weiß ich ja dann auch schon, okay, wie sieht meine Strategie aus in Sachen Nachhaltigkeit? Das weiß ich beim ersten Mal einfach häufig noch nicht. Und dann schaue ich aber auch, was ist denn wirklich wesentlich? Also das Thema Wesentlichkeit begegnet uns ja auch. Bei der CSRD kommen vielleicht ja nachher auch noch dazu. Und Das ist eben mega wichtig dann für die folgenden Berichte, aber für den ersten jetzt noch nicht. Und dann geht es aber eben auch wirklich, wenn ich die Daten zusammen habe, auch an die Kommunikation des Berichts. Also wenn ich dann den Bericht aus den Daten geschrieben habe, muss er natürlich auch die entsprechenden Stakeholder erreichen, also die Mitarbeitenden und aber auch Kunden, vielleicht sogar auch Nachbarn. Das sind ja ganz unterschiedliche Menschen und Interessengruppen und da geht es dann eben wirklich auch ganz stark das Thema Kommunikation, was Alina vorhin ja auch schon angedeutet hat. Da ist eine schöne Schnittstelle, die da ganz wichtig ist, bedient zu werden.

Zackes Brustik [00:09:19]: Das Thema Standards, das Thema Wesentlichkeit vertiefen wir gleich. Vorher, wem gebe ich es in die Hand? Jetzt hast du ja gesagt, das darf auf keinen Fall sich mit Marketing vermischen. Ist dann eigentlich Alinas Doppelrolle in deinen Augen vielleicht sogar gar nicht so ideal, Nuvia. Also wie sehr denkst du, können Menschen das wirklich voneinander trennen, wenn sie beide Hüte aufhaben?

Nuvia Maslo [00:09:38]: Du hast es gerade gesagt, Menschen. Also es kommt eher auf den Menschen an, der da dahinter sitzt. Und ich glaube, was total wichtig ist, Ganz egal, ob jemand Marketing macht oder was auch immer im Unternehmen. Wir haben auch IT-Leiter, die sich das Thema Nachhaltigkeit unterschneiden. Weil es geht eben darum, dass man diese sehr unterschiedlichen Skills mitbringt. Das heißt, eine sehr gute Schnittstellenkompetenz besitzt. Deswegen würde ich sagen, Alina ist definitiv in einer super Rolle unterwegs, weil ich einfach weiß, dass sie das sehr gut kann. Und das ist wirklich wichtig, ganz egal, aus welchem Bereich man kommt. Und dann aber eben auch diese Haltung zum Thema ganz klar zu trennen vom Thema Marketing. Und nichtsdestotrotz geht aber auch das Thema Marketing immer mehr dahin, dass man eher sagt, okay, wir sind einfach ehrlich und authentisch. Und trotzdem bin ich voll bei dir. Man sollte das Thema einfach von der Haltung her einfach ganz stark trennen. Ob das jetzt eine Person kann oder nicht, kommt einfach sehr, sehr stark auf die Person an und auf den Menschen.

Zackes Brustik [00:10:44]: Bevor wir noch tiefer ins Thema eintauchen, Großen Dank an meinen Werbepartner IBM, die mich schon seit Folge 4 unterstützen und damit auch meine Mission ermöglichen. Und daher gibt es in unter 60 Sekunden einen kurzen Einblick in ein zur Folge passendes IBM Sustainability Offering. Den größten Fehler, den Unternehmen aktuell machen können, ist den Nachhaltigkeitsbericht als eine reine Compliance-Aufgabe anzusehen. Denn Unternehmen, die das ISG-Thema transformatorisch und strategisch angehen, haben eine 43% höhere Chance, ihren Wettbewerb in puncto Profitabilität zu schlagen. Nur noch zwei von zehn Konsumenten glauben und ernehmen ihr Nachhaltigkeitsversprechen. Wer so hier wirklich eine ernsthafte Bemühung mit Daten untermauern kann, Der hat die Nase vorn und nicht nur in Richtung KonsumentInnen, sondern auch beim Thema Kreditvergabe oder zum Beispiel beim Risikomanagement. Die Zahlen habe ich aus einem Report vom IBM Institute for Business Value, den mir Sustainability Specialist Ramon Dicanio zugeschickt hat. Für den Report hat das IBV ganze 20.000 Konsumenten in 34 Ländern befragt und in einer zusätzlichen Studie auch noch 2.500 Executives aus 22 Industrien. Wer also hier wirklich tief eintauchen will und auch erfahren will, was die vier Erfolgssäulen sind, der Unternehmen, die im ISG-Thema führend sind und einen ganz konkreten Action-Guide sucht, der sollte auf jeden Fall auf den Link in den Show Notes klicken oder sich mit Ramon Dicanio auf LinkedIn vernetzen. Und jetzt zurück zu Nuvia und Alina. Ich glaube, das ist tatsächlich auch so ein Bestcase. Du hast gesagt, oft landet das bei IT-Lern, zum Beispiel beim CTO. Ich hab schon gehört, dass es so statistisch gesehen dort anscheinend am klügsten aufgehängt ist, weil es sich dann oft mit der Twin Transformation hervorragend ergänzt, also mit der Digitalisierung. Aber was ich auch oft höre, das haben mir Moritz und Lisa von Bosch Climate Solutions in der letzten Folge erzählt, dass ganz viele Mittelständler denken, oh, das gebe ich meiner Assistenz. Die macht das so nebenher. Vielleicht ist das auch ein junger Mensch und höchst motiviert und da denkt man sich, ach der hat bestimmt Bock drauf und macht das im besten Fall in seiner Freizeit. Alina, wie war das bei dir? Also wie viel Ressourcen hast du dann auch für speziell den Hut Sustainability an die Hand bekommen? Also hast du ein Zeitbudget dafür bekommen und warst du vorher schon Expertin in dem Thema oder musstest du dich erst aufschlauen? Also wie ist bei dir die Mischung von Chef oder Chefin hat gesagt, ach Alina, mach das schon hin zu, okay Alina, ich geb dir auch Ressourcen an die Hand.

Alina Schneider [00:13:15]: Ja, also erstmal hatte ich eher das Glück, dass ich freiwillig die Hand gehoben habe für das Thema, würde ich mal behaupten. Von dem her wurde es nicht runterdiktiert an der Stelle, sondern es war definitiv eine freiwillige Entscheidung, das zu machen, über die ich mich auch nach wie vor sehr freue. Und ja, das auch da ganz direkt zu sagen, ich bin wirklich mehr oder weniger blank gestartet. Also was wir halt alle auch so aus dem privaten Kontext kennen, was Nachhaltigkeit angeht, Klar, das Wissen hat jeder mehr oder weniger, beziehungsweise beschäftigt man sich ja auch damit. Aber was das jetzt für ein Unternehmen bedeutet, war auf jeden Fall ein total neuer Bereich für mich. Und für mich war aber klar, ich möchte wissen, in welche Richtung ich laufe. Ich möchte wissen, mit welchen Themen ich mich auseinandersetzen muss. Und hab daraufhin erst mal angefangen, mich selbst als Person in diesem Amt aufzuschlauen.

Zackes Brustik [00:14:08]: Wie lang hat das gedauert? Und wie viel Geld hast du vielleicht dafür an die Hand bekommen, Schulungsprogramme zu machen?

Alina Schneider [00:14:13]: Wie lang hat das gedauert? Ich glaub, das waren so gut drei Monate. Allerdings muss man sagen, das war auch nicht durchgehend, sondern das war ein Akademieformat, das du hier vorher auch schon genannt hattest, so wenig Schleichwerbung wie möglich zu machen. Und wenn mich nicht alles täuscht, waren es grob drei Monate. In den drei Monaten war es circa ungefähr ein Tag in der Woche, würde ich jetzt mal schätzen, wo man einfach dann die wirklich Kernthemen, sei es Nachhaltigkeitsbericht, Klimabilanz, Wesentlichkeit, Kreislaufwirtschaft und und und durchlaufen hat, erstmal so ein großes ganzes Bild von dieser ganzen Thematik überhaupt zu bekommen. Und das war für mich wahnsinnig wichtig. Anschließend ging es ja dann für uns auch schon in den ersten Bericht mehr oder weniger. Das war natürlich ein bisschen zeitintensiver.

Zackes Brustik [00:14:57]: Darf ich da kurz nachfragen? Also du machst ja auch noch Communications, das heißt in der Woche, du hast jetzt gesagt, ein Tag Vorbildung über drei Monate hinweg sind ja schon ein Fünftel deiner Zeit, sofern du es nicht am Wochenende gemacht hast. Das Arbeiten dann 50-50, Communications, Nachhaltigkeit?

Alina Schneider [00:15:13]: Das ist jetzt glaube ich schwer, das so runterzubrechen. Ich würde sagen, wenn du mich auf eine Zahl festnageln musst, dann würde ich sagen, so 60 40 ist aber total abhängig, in welcher Phase man sich befindet. Nachhaltigkeitsbericht, Hardcore-Datensammlung, Auswertung, Rompfeilen war mit Sicherheit ein bisschen mehr. Dafür gab's auch andere Wochen, wo mit Sicherheit weniger war. Also, das ist sich unterm Strich definitiv ausgegangen. Und ich glaub, auch da ist es einfach wichtig, Wenn man den Willen hat, dann kriegt man das auch gebacken. Nachhalbzeitmanagement ist ein Organisationsthema. Da bin ich jetzt auch relativ stark drin. Von dem her hat das für mich gut funktioniert. Aber ja, wenn man in das Thema reingeht und wenn man da die Hand hebt und sagt, ich mach das, ist es nichts, was einem zugeflogen bekommt, sondern da muss man auf jeden Fall Zeit rein investieren und das auf jeden Fall auch im Blick haben, dass das ja dann alles in die geregelten Bahnen geht. Und klar, die Doppelrolle ist eine Herausforderung.

Zackes Brustik [00:16:14]: Ist ja schon mal dann auch ein Best Case. Also wie gesagt, Moritz oder Lisa in der letzten Folge haben halt gesagt, typisch ist so, die machen das so mit 20% Kappa nebenher und dann muss man, dann merken sie halt, nachdem sie sich auf den Weg gemacht haben, ui, das geht so nicht. Das heißt, da durftest du von vornherein schon richtig starten. Du hast gesagt, können wir auch beim Namen nennen, du hast jetzt die Verso Academy durchlaufen, und wir wollen hier nicht Schleichwerbung machen, es gibt viele andere Angebote, ich weiß, es gibt die AXA Climate Academy, die auch sehr cool ist, die übrigens für Privatpersonen sogar kostenfrei ist, also es gibt wirklich, wenn man als Einzelperson das angeht, überhaupt keinen Grund, nicht loszulegen, Man muss doch nicht mal Geld in die Hand nehmen, wenn man will. Aber Nubia, das heißt so mindestens drei Monate, damit das wirklich Hand und Fuß hat, welche Themen muss ich wissen? Und da steigen wir jetzt wirklich in die Tiefe ein. Wir haben gerade schon Wesentlichkeit genannt, wir haben Standards genannt. Fangen wir mit der Wesentlichkeit an. In zwei Sätzen, Nubia. Was ist Wesentlichkeit und was ist doppelte Wesentlichkeit?

Nuvia Maslo [00:17:08]: Wesentlichkeit ist im Prinzip, wo schaffe ich als Unternehmen Impact und aber auf der anderen Seite eben auch, jetzt so zu sagen, oder wo habe ich Impact, muss man eigentlich sagen, weil die doppelte Wesentlichkeit bedeutet dann eben wiederum, sowohl diese Perspektive von außen als auch innen zu haben. Also welche Nachhaltigkeitsthemen haben den Impact auf mein Unternehmen, was früher auch einfach ganz stark im Risikobereich angesiedelt war und da bestimmt auch immer noch häufig ist.

Zackes Brustik [00:17:36]: Kurz als Beispiel, das heißt, wie könnte eine Klimakatastrophe, eine Flut meinen Werkstandort negativ beeinflussen? Also einfach, was könnte der Klimawandel für negative Auswirkungen auf mein Geschäft haben.

Nuvia Maslo [00:17:47]: Genau. Genau so ist es. Und dann, wenn wir ein Beispiel umdrehen, was habe ich denn als Unternehmen für Auswirkungen auf den Klimawandel? Also diese Innen-nach-außen-Perspektive. Und da geht es natürlich auch sämtliche Bereiche der Nachhaltigkeit. Und das ist einfach total wichtig zu wissen, dass ich nicht anfange, Riesenkapitel über was zu schreiben, was eigentlich überhaupt keinen Impact macht.

Zackes Brustik [00:18:13]: Das heißt eben, als Unternehmen muss ich wirklich gucken, habe ich Serverstandorte oder Cloud-Anbieter, wie sind die unterwegs, wenn ich ein IT-Unternehmen bin. Wenn ich jetzt aber Textilien produziere, sind vermutlich die Baumwollplantagen viel entscheidender in meiner Lieferkette, als wo meine Server stehen. Das heißt, das unterscheidet sich wirklich von Unternehmen zu Unternehmen, welche Maßnahmen Sinn machen.

Nuvia Maslo [00:18:32]: Absolut.

Zackes Brustik [00:18:33]: Das heißt, die Wesentlichkeit in a nutshell sozusagen. Alina hat schon gesagt, Kreislaufwirtschaft ist ein wichtiges Thema und die Frage, auf welchen Standard ich setze. Was sind so die must have Themen, die ich drauf haben muss, bevor ich loslege, Nubia?

Nuvia Maslo [00:18:45]: Also ich glaube, dass einen guten Bericht, einen wirksamen Bericht zu schreiben, der am Ende auch was tut, der da nicht nur irgendwo verschwindet und gemacht ist, sondern der auch eine Wirkung hat, braucht es eben genau dieses breite Wissen, wo man wirklich nicht nur dieses Okay, wie mache ich denn Berichtwissen hat, sondern auch, was geht es denn wirklich im Thema Nachhaltigkeit? Weil das eigentlich in jede Zeile mit einfließen muss am Ende des Tages. Und da geht es darum, eben festzustellen, okay, wie baue ich denn eine Nachhaltigkeitsstrategie? Was sind planetare Grenzen? Also warum ist eigentlich das Thema Nachhaltigkeit jetzt so wichtig? Auch diesen Klimatunnelblick ein Stück weit abzulegen, dass es immer nur Klimaschutz geht und das mit Nachhaltigkeit gleichgesetzt wird. Das ist einfach schwierig und gefährlich, weil es gibt ja noch andere Planetarequenzen. Und auf der anderen Seite, also da eben auch ein bisschen zu erklären, bis hin zu, wir werden immer mehr Menschen auf der Welt. Ja, also was tut das damit? Also einfach auch da diese Hintergründe zu nennen, warum ist Nachhaltigkeit eigentlich so wichtig und wie vielfältig ist das? Und dann aber auch sehr konkret reinzugehen, eben ins Doing und zu sagen, okay, was mache ich denn? Schritt eins, zwei, drei, Nachhaltigkeit anzugehen. Dann aber auch, wie kann ich Nachhaltigkeit gut kommunizieren? Und Wie kann ich die Menschen mit auf den Weg nehmen in meinem Unternehmen? Und aber auch solche Dinge wie, wie kann ich eine nachhaltige Lieferkette denn gestalten? Das sind auch definitiv Spezialthemen, die wichtig sind bis hin zu, wie mache ich eigentlich eine saubere und wirklich ernsthafte Klimabilanz in meinem Unternehmen und hole mir nicht nur einfach irgendwo ein Label. So und all das muss man ja erst mal wissen, dass man dann sozusagen auch die richtigen Dinge tun kann, die dann auch positive Auswirkungen haben. Und das ist jetzt mal so, wie du gesagt hast, in a nutshell, glaube ich, so der Überflug bis hin zu, welche Maßnahmen gibt es denn überhaupt?

Zackes Brustik [00:20:37]: Also ich habe schon herausgehört eben, ich muss mir dann auch Themen angucken, wie Biodiversity im besten Falle ein Thema, das wirklich mega kritisch ist, was die Kipppunkte angeht, die wenigsten Unternehmen aber ernsthaft angehen aktuell, weil man es schlichtweg auch nicht auf dem Schirm hat und es deutlich, deutlich komplexer ist, als einfach nur zu dekarbonisieren und den CO2-Footprint zu senken. Lass uns ein paar Themen herausgreifen, die wir da brauchen, mal vertiefen, nämlich die Frage, auf welchen Standards setze ich und dann, wie mache ich eine wirklich vernünftige Bilanz. Fangen wir mit dem Standard an. Ich glaube, in Deutschland gibt es den DNK, es gibt große Unternehmen, die berichten nach GII, dann für die CSRD wird es der ISRS-Standard. Also auf was setze ich, was macht Sinn?

Nuvia Maslo [00:21:19]: Ja, du hast eigentlich schon ganz viele, ganz wichtige gesagt. Es kommt super stark auf den Unternehmenskontext an, auch auf die Stakeholder, auch wenn ich jetzt international aufgestellt als Unternehmen oder eben, wie du gerade gesagt hast, zum Beispiel nur in Deutschland tätig und bietet sich natürlich der DNK super an, auch weil der eben sich schon ganz stark an die CSRD versucht anzunähern. Also die sind dauernd sozusagen in Bewegung und da eben auch schon GI-Indikatoren drin sind, ist immer ein wunderbarer Start, wenn man wirklich ein deutsches Unternehmen auch hat. Genau, dann gibt es aber auch, also früher, oder was heißt früher, bis vor ein paar Jahren war eigentlich auch oft, ganz oft der UN Global Compact so das Einsteigermodell, ja, was halt relativ einfach war, aber halt auch sehr, naja, da war sehr viel Gestaltung gespielt und deswegen wenig vergleichbar.

Zackes Brustik [00:22:08]: Dann haken wir den erstmal ab. Noch kurz zur Ergänzung, für was steht GRI und was ist GRI?

Nuvia Maslo [00:22:13]: GRI ist die Global Reporting Initiative und die haben eben internationale Standards, die so die etabliertesten Standards sind für, ich sage mal für Unternehmen, die wirklich tief im Thema sind, die wirklich schon sehr advanced sind, auch große Unternehmen, haben unheimlich viele Indikatoren auch dahinter, KPIs und sind ein wunderschönes Framework, also vielleicht nicht einzusteigen mit dem ersten Bericht. Da finde ich immer schön, erst DNK und dann sich weiterentwickeln auf GRI. Das ist immer eine schöne Erfolgsgeschichte für viele Unternehmen, weil da eben wie gesagt im DNK schon so ein bisschen was drin steckt an GRI Indikatoren. Jetzt wird sich das aber glaube ich auch noch mal ganz stark verändern, weil also du hast ja gerade schon so viele genannt, zack ist. Aber es sind so viele Standards inzwischen unterwegs und dann noch branchenspezifische und dann noch nur klimaspezifische und so weiter. Und ich glaube, dass sich auch das Thema GRI noch mal verändern wird. Und ich sage mal, also die GRI-Nutzung, gerade jetzt in deutschsprachigen Unternehmen, jetzt eben durch die European Sustainability Reporting Standards, die du auch gerade erwähnt hast, ESHS, die halt dann eben verpflichtend sein werden. Und ich glaube, da wird sich noch wahnsinnig viel konsolidieren. Ich glaube, diese Standardmacher arbeiten da ganz, ganz stark im Hintergrund dran, das irgendwie alles zusammenzubringen und die Komplexität ein Stück weit rauszunehmen.

Zackes Brustik [00:23:34]: Was ich herausgehört habe, DENK ist vielleicht für Mittelstände, die speziell in Deutschland sind, ein guter Start. Wenn man international unterwegs ist, kommt man an GRI nicht vorbei, weil das dann den Leuten in anderen Ländern was sagt. Und das ist wirklich ein sehr solider... Ich merke das wieder bei vielen Unternehmen, die sind ganz stolz, gerade die großen internationalen Gesanger, wir berichten nach GRI. Und dann hat man gleich das Gefühl, okay, wir nehmen Nachhaltigkeit wirklich ernst. Also das scheint schon ein gutes Label zu sein. Dann hast du gesagt, an ESRS kommt man nicht vorbei, sobald das draußen ist wegen der CSRD. Jetzt habe ich aber auch noch, und danach haken wir das Kapitel ab, gelesen, dass die International Financial Reporting Standards Foundation einen eigenen Standard entwickelt, nämlich mit der Stiftung International Sustainability Standards Board. Das könnte das Potenzial haben, der international führende Standard zu werden. Siehst du das, Kong?

Nuvia Maslo [00:24:21]: Also da gibt es jetzt viele Vermutungen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ISSB das durchaus werden kann, weil IFRS ist ja sozusagen grundsätzlich auch für Geschäftsberichte einfach so die Institution, sage ich mal. Und es wird ja so sein, dass der Geschäftsbericht mit dem Nachhaltigkeitsbericht immer, immer enger zusammenwachsen wird, beziehungsweise nach CSRD ist ja so, dass sich beides gemeinsam veröffentlichen muss. Und deswegen bietet sich das schon sehr stark an. Und da sind ja auch CESPI-Indikatoren, die haben wir da auch mitgearbeitet, sozusagen mit rein verflochten, die ja auch schon sehr lange sehr, sehr gute Standards bieten, allerdings immer ein bisschen auf finanzielle Wesentlichkeit ausgerichtet waren. Aber ja, ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass das durchaus auch GII-Konkurrenz macht und ja, es ist hochspannend, wie sich das konsolidieren wird.

Zackes Brustik [00:25:13]: Also alleine das schon ein kleines Stück der Arbeit zu gucken, für was entscheide ich mich? Alina, für was habt ihr euch entschieden und warum?

Alina Schneider [00:25:20]: Wir haben uns für den ersten Bericht für den DNK-Standard entschieden, eben aus genau den Gründen, die Nuvia gerade ausgeführt hat. Zu dem Zeitpunkt waren wir ein rein deutsches Unternehmen mit deutschen Einzelcompanies konsolidiert. Sprich, da hat er einfach wahnsinnig gut gepasst. Wir wussten, auch rein auf unser Landeswachstum abgestellt, wir werden irgendwann mal in die richtige Richtung Internationalisierung gehen. Und da hat der DNK einfach dadurch, dass er den GIA-EIS schon, wie die NUWEA gerade gesagt hat, zu teilen, integriert hat, einfach das richtige Framework dargestellt. Und das war für uns an der Stelle auch wahnsinnig wichtig, weil wir wussten, damit marschieren wir in die richtige Richtung. Das war ein gutes Gefühl auf jeden Fall.

Zackes Brustik [00:26:03]: Soweit ich, ich glaube Reinhard Schneider hat mir das verraten in der Folge mit ihm, der CEO von Werner und Merz, das heißt Mark Mifrosch, dass man beim DNK sich auch von Jahr zu Jahr verbessern muss. Also das heißt wahrscheinlich auch Augen auf bei der Partnerwahl, also weil wenn ich mich auf DNK einlasse, heißt das, Commitment, das Jahr drauf muss besser aussehen. Und damit kommen wir dann schon zum nächsten Punkt, vernünftige Bilanzierung, Nuvia. Was brauche es, damit ich wirklich eine vernünftige Klimabilanz auf die Beine stelle?

Nuvia Maslo [00:26:29]: Also, Es geht ja sozusagen im DNK bei den Indikatoren nicht nur Klima. Da geht es ja auch viele andere Kennzahlen. Aber eine vernünftige Klimabilanz wirklich aufzustellen.

Zackes Brustik [00:26:41]: Tschuldigung, lass uns Nachhaltigkeitsbilanz sagen. Das war ein Versprecher meinerseits, damit wir da wirklich das ganze Spektrum abdecken.

Nuvia Maslo [00:26:47]: Ja, gerne. Also ich brauche erstmal, auch hier fängt wieder alles nicht bei der Haltung an. Also ich glaube, ich muss einfach gucken, dass ich wirklich ehrlich zu mir selber bin als Unternehmen und dann ich versuche, irgendwas zu verschönern, was vielleicht gar nicht so darstellbar ist. Und wenn ich jetzt beispielsweise, also es gehen ja auch mal Zahlen nach unten, die werden auch mal schlechter. Und dann muss ich halt schauen, warum ist das so und was tue ich, das wieder zu verändern? Und auch so was findet eben Raum in einem Bericht, weil ich setze mir ja optimalerweise eben Ziele, definiere Maßnahmen dazu und entsprechende KPIs, an denen ich dann den Erfolg messe. Das ist ja so ein Teil der Nachhaltigkeitsstrategie. Und es kann durchaus sein, zum Beispiel, ja, Krankheitstage bei Mitarbeitenden oder so, ja, wenn so was, so eine Kennzeit zum Beispiel massiv nach oben geht, wie es bei vielen Unternehmen jetzt war nach Corona, dann kann ich das nicht immer beeinflussen, kann aber dann eben schauen, wenn Kennzahlen solche Ausweise haben, Okay, was tue ich denn? Mache ich was damit? Wodurch ist das bedingt? Und wie kann ich das angehen? Und schafft das sozusagen, wieder Stichwort Wesentlichkeit, schafft es das in meine Top-Nachhaltigkeitsziele rein, dieses Thema?

Zackes Brustik [00:28:01]: Alina, Nubia hat das Stichwort Zahlen ins Feld geführt. Wie bist du an deine Zahlen gekommen? Du musste erst mal losziehen und Daten sammeln. War das einfach? Haben deine Kolleginnen sich darauf gefreut, dass jetzt ständig Alina an die Türe klopft und von ihnen zahlen will, die sie vielleicht irgendwo auf irgendwelchen, keine Ahnung, Rechnungen von den Stadtwerken haben? Oder also wie viel quasi handschriftliche Notizen, Excel-Tabellen und dergleichen musstest du zusammenführen? Wie viel Arbeit war das? Und wo habt ihr dann die Wesentlichkeit für euch festgestellt?

Alina Schneider [00:28:29]: Ich glaube, ich kann nicht behaupten, dass ich kein Quälgeist in der Situation war. Ich bin mit Sicherheit den ein oder anderen Kollegen und Kolleginnen da ein bisschen auch mal hinterhergelaufen und hat eben gefragt. Was wir aber im Vorfeld eben gemacht haben, sei es in unseren Company-Calls oder auch bei den Welcome-Days, die wir immer im Quartal stattfinden lassen, ist immer ganz ausführlich über das Thema Nachhaltigkeit innerhalb der PCG zu berichten. Und ich glaube, das war an sich ein sehr guter Grundstein, weil es war allen Kollegen und Kolleginnen, auf deren Mithilfe ich einfach auch angewiesen war, diese Daten zu bekommen, absolut klar, warum ich das mache. Also es gab wenig Rückfragen, es gab niemand, der sich da irgendwie glücklicherweise verweigert hat. Und ja, im Endeffekt war es dann der große digitale Zettelhaufen, möchte ich mal sagen. Wir hatten glücklicherweise natürlich alles digitalisiert. Von dem her war das auch nicht mehr mit irgendwelchen Ordnern durchforsten getan, sondern wir sind dann einfach durch unsere digitalen Archive gegangen und haben die passenden Rechnungen, die passenden Abrechnungen, die passenden Aufstellungen und und und gesucht, die wir einfach gebraucht haben. Und da haben das dann auch alles in einem großen, ja mehr oder weniger Dokument konsolidiert. Das Dokument an der Stelle ist in einem Softwarepool verankert gewesen, sprich wir hatten eine zentrale Stelle, alle Daten zu sammeln. Wir hatten Kollegen und Kolleginnen, die haben direkt die Daten da eingetragen, wenn das sehr, ich sag mal, straightforward war, wenn es ganz genau absehbar war, welche Daten da genau rein müssen. Alles, was so ein Touch von Konsolidierung, nochmal auswerten, noch mal durch den Kopf gehen lassen hatte, ist im Endeffekt über meinen Tisch gelaufen, habe ich dann praktisch übernommen und auch in das Tool eingepflegt. Einfach auch für mich die Sicherheit zu haben, es sind die richtigen Daten und es sind auch die primären Daten und so wenig wie möglich Anschätzungen mit inbegriffen.

Zackes Brustik [00:30:23]: Wahrscheinlich kannst du ja auch erst danach sagen, wo bei euch die dicken Bretter zu bohren sind. Was macht bei euch den großen Footprint, ganz konkret kurz genannt Und was hast du dir vorgenommen, das zu verändern?

Alina Schneider [00:30:33]: Den großen Footprint machen wir uns definitiv für das Jahr 2021. Die Firmenwägen. Das war ganz klar ausgestellt, dass die gefahrenen Kilometer, der verbrauchte Schritt bzw. Der verbrauchte Strom dafür mit den größten Anteilen in unserem Klimabericht beziehungsweise in der Klimabilanz gegeben hat.

Zackes Brustik [00:30:51]: Für im Wegen oder habt ihr auch noch Flüge? Ich frage kurz nach. Fiese Frage.

Alina Schneider [00:30:58]: Ich weiß, worauf du abziehst. Wir haben in dem ersten Bericht in der Klimawilanz den Scope 1 und den Scope 2 betrachtet. Den Scope 3 haben wir an der Stelle noch ausgelassen. Der kommt aber in dem kommenden Nachhaltigkeitsbericht, der das Jahr 2022 dann wieder spiegelt. Einfach mal, ich sag mal, den Eintritt in das ganze Thema so übersichtlich wie möglich zu halten, auch einfach mal auf Ergebnisse zu kommen. Plus, du kannst dir vorstellen, wir waren zu der Zeit vier Einzelunternehmen, die in der Gruppe konsolidiert waren. Jedes hatte mehr oder weniger sein eigenes Konstrukt an Datensammlung und an Prozessen und so weiter. Sprich, da lagen schon auch die ein oder andere Hürde, die wir nehmen mussten, an die Daten zu kommen. Und das hat für uns einfach den Ausschlag gegeben zu sagen, wir setzen auf Scope 1 und 2, machen die aber zu 100 Prozent und Scope 3 kommt dann für den Bericht 22 dazu, wenn wir in der Lage sind, das auch richtig auszuwerten.

Zackes Brustik [00:31:57]: Klingt für mich nach einer spannenden Herausforderung. Ich ergänze das mal, das hast du mir im Vorfeld erzählt, ich glaube, das darf ich wiederholen. Das hier schlichtweg auch, was jetzt eben die Reisen angeht, ist das so, dass bei den verschiedenen Firmen bisher alle Mitarbeitenden es einfach selber geplant haben und umgesetzt haben. Das heißt, ihr habt noch gar nicht ein gemeinsames Tool und Scope 3 anzugehen, habt ihr jetzt einfach festgestellt, für nächstes Jahr müssen wir einfach anfangen, Reisedatenbuchungen gesammelt in einem Tool zu dokumentieren, damit wir dann auch wissen, was der Footprint ist, oder?

Alina Schneider [00:32:25]: Genau richtig.

Zackes Brustik [00:32:26]: Ist ja nämlich spannend, weil das heißt, dass dadurch, dass ich auf den Weg mache, Daten zu sammeln hat, dazu geführt hat, zu merken, wow, hier müssen wir grundsätzlich noch ein paar Strukturen verändern oder Prozesse verändern, damit wir überhaupt in die Lage kommen, dennoch zu wissen, was passiert und das zu verbessern. Wir fragen gleich nach, welche Maßnahmen sich daraus ableiten, aber vorher kurz, Nuvia ist natürlich ein Dreamcase, also so einfach wie Alina, haben es vermutlich die wenigsten, weil ein Digital First Company, würde ich mal sagen, neu gegründet, das heißt jetzt noch nicht viele Legacy Systeme. Auch das ein Beispiel, das darf ich öffentlich wiederholen. Ich weiß, Lutz Frick ist das Disability Manager bei Moosolf, Das ist ein Speditionsunternehmen, der macht gerade eine ähnliche Reise wie Alina. Die haben 90 Standorte, da stehen wirklich teilweise noch Diesel-LKWs. Jeder Standort hat die eigenen Abrechnungen. Da sind wahnsinnig viele Daten, die er zusammentragen muss. Nicht unbedingt alle digital first. Kann schon schwierig werden und im Zweifelsfall haben halt auch nicht alle Bock jetzt loszuziehen und dann noch die letzte Abrechnung von den Stadtwerken, von der Tankstelle oder sowas einzuholen. Oder Nuvia? Also ist das eine gute Strategie, das wirklich auch top down und im besten Fall dann immer mit dem Vorstandsbacking zu kommunizieren. Leute, das kommt auf uns zu. Bitte arbeitet Menschen wie Alina oder Lutz zu.

Nuvia Maslo [00:33:36]: Ohne jetzt Mussolf sozusagen von innen zu kennen. Jetzt an deinem Beispiel einfach gesehen. Also ja, ich glaube, es ist immer gut, wirklich, wie Alina vorhin ja auch gesagt hat, in diesem Company-Course, wenn eben dann auch wirklich Geschäftsführung sagt, hey Leute, das ist uns ein wichtiges Thema, weil dann habe ich sozusagen die Legitimation, mir auch Zeit dafür nehmen zu dürfen. So als ein Kollege oder Kollegin auch eben die Zuliefert, also Daten zuliefert, Know-how zuliefert, Zeit zuliefert. Was auch ein wahnsinnig guter Trick ist, was nicht immer ganz einfach zu implementieren ist, aber was wichtig ist, auf Dauer oder auf Sicht irgendwie zu machen, ist, dass man Nachhaltigkeitsziele wirklich auch in die, ja ich sag mal, in die variablen Gehaltsanteile mit aufnimmt. Also dass man auch sagt, okay, liebes Management oder wer auch immer variable Gehaltsanteile hat, es wird jetzt nicht mehr nur nach Profit bewertet, sondern eben auch, ob ihr den Bereich der Nachhaltigkeitsziele, auf den ihr einzahlen könnt, eben auch erreicht. Und das ist oft der Game Changer tatsächlich, weil es dann wirklich ganz, ganz klar ist.

Zackes Brustik [00:34:42]: Dafür muss man wahrscheinlich aber erstmal die Daten haben. Das heißt, in der allerersten Runde sozusagen, wo ich erstmal noch die Daten sammle, gut, wenn man da dann zumindest das Ziel als KPI hinterlegt, das am Ende des Jahres im Bericht steht, dann ist das vielleicht auch schon abgedeckt.

Nuvia Maslo [00:34:56]: Manchmal ist es ja wirklich, sage ich mal, ein Zwischenziel. Das haben wir ganz oft auch die Frage, aber wir haben ja da noch gar nicht, wir können ja noch gar kein Ziel bilden. Ja, dann bildet das Ziel, dass ihr das nächste Mal ein qualitatives oder weiteres Ziel bilden könnt und schaut jetzt, also setzt euch jetzt das Ziel, überhaupt die Grundlage an Daten dafür zu schaffen. Also vollkommen legitim und immer der erste Schritt.

Zackes Brustik [00:35:19]: Alina, ihr habt jetzt einen Bericht. Wie sind die Reaktionen darauf? Ich meine, du bist wahrscheinlich stolz und glücklich, das Ding gewuppt zu haben. Aber was halten die anderen davon? Denken sie, ist ja cool, jetzt haben wir halt einen Bericht. Was sind die Reaktionen so im Unternehmen bei dir und vielleicht auch von außerhalb?

Alina Schneider [00:35:33]: Also erst mal, du bist ganz richtig, ich bin natürlich wahnsinnig stolz und glücklich darüber und konnte es mir dann auch nicht nehmen lassen, das Ganze natürlich innerhalb von der Company an alle Kolleginnen und Kollegen weiterzutragen. Und ich muss sagen, das war für mich so ein bisschen neues Terrain, weil ich wusste natürlich, jeder beschäftigt sich in seinem Ausmaß im privaten Umfeld. Aber wie genau sehen die Kolleginnen und Kollegen das ganze Thema Nachhaltigkeit in einem beruflichen Kontext? Es kann ja auch sein, dass da viele einfach sagen, ja, interessiert mich nicht, weil das ist die Company und da gehe ich abends nach Hause und dann ist gut. Aber ich würde da wirklich eines Besseren belehrt, was mich auch im Nachgang sehr, sehr glücklich macht. Wir haben das Ganze gemeinsam mit einer großen Internetpage in einem Call vorgestellt und haben sowohl auf der Internetseite als auch in einem Call natürlich dann super viele Informationen geteilt. Den Nachhaltigkeitsbericht, die Klimabilanz und und und. Wir haben super viele sehr sehr positive Reaktionen bekommen von Kommentaren in unserem Company Chat über Kollegen und Kolleginnen, die sich direkt bei mir gemeldet hatten. Es gab einzelne Kollegen, die direkt mit Ideen für Aktivitäten und Initiativen zu mir kamen, die sich dann auch einfach, ja, das Ganze auch weitergedacht haben und überlegt haben, was kann ich jetzt mit diesen Ergebnissen angehen, wie könnte ich das beispielsweise Richtung Kunden tragen, wie kann ich das in meinem Team besser machen und und und. Und das war für mich ein sehr schönes oder ein sehr guter Moment, zu sehen, okay, das Thema Nachhaltigkeit, auch wenn jeder in dieser Company so seinen eigenen Handlungsbereich und Verantwortungsbereich hat, ist ein Thema, was alle verbindet, was auch alle gleichermaßen trifft und betrifft und was auch einfach zu einer wahnsinnig internen Motivation führen kann. Und ich habe es ja eingangs gesagt, mir war das einfach wichtig. Ich wollte für die Kollegen und Kolleginnen einen Mehrwert generieren. Ich wollte, dass die Company einfach auf was ist, auf das man stolz sein kann, wo man auch mal vielleicht daheim im Privaten bei Bekannten auch mal sagen kann, guck mal, das ist total cool oder ja, was auch immer. Und der Nachhaltigkeitsbericht und auch die Klimabilanz waren definitiv zwei Themen, wo uns das geglückt ist. Deswegen, ich kann das an der Stelle nur empfehlen, das nach innen zu tragen.

Zackes Brustik [00:37:48]: Wieder eine fiese Nachfrage meinerseits. Der erste Bericht ist ja erst mal nur der Status quo. Also stolz kann man drauf sein, dass man es angegangen ist. Aber noch habt ihr ja de facto keine Tonne CO2 gespart, wenn man es sehr fies formuliert. Insofern kannst du jetzt dieses Momentum und diese positive Stimmung nutzen, dann zu sagen, okay, Leute, aber nächstes Jahr müssen wir an die Firmenwägen ran. Und haben die dann wirklich Bock drauf?

Alina Schneider [00:38:11]: Also tatsächlich hat der ganze Bericht und ich bin total bei dir, es ist ein Status Quo Bericht. Daraus lassen sich jetzt schon einzelne Maßnahmen und Aktivitäten ableiten. Aber die große Vergleichbarkeit, ob wir uns verbessert, verschlechtert, gleichgeblieben sind, wie auch immer, gibt's natürlich erst mit dem zweiten, dritten, fünften Bericht, der uns dann hoffentlich bald zur Verfügung steht. Was auf jeden Fall stattgefunden hat, ist, dass bei vielen Kollegen laut meinen Beobachtungen auf jeden Fall bei gewissen Themen Umdenken stattfindet. Ich habe Kollegen, die ganz teilweise auch stolz, muss man glaube ich an der Stelle sagen, zu mir kommen und sagen, Ich habe jetzt extra den Zug gebucht, weil ich habe verstanden, dass das auf unseren Scope einzahlt. Und ich habe nicht den Flug genommen und so weiter. Also das sind so kleine Beispiele, wo man einfach merkt, dass ja informieren und das Teilen und die Leute abholen und mitnehmen und das Wissen schärfen. Das veranlasst einfach, dass die Leute verstehen, wie kommt so was zustande, aus welchen Bestandteilen besteht auch so ein Bericht und wie kann ich daran teilhaben, dass er sich hoffentlich verbessert.

Zackes Brustik [00:39:14]: Jetzt hast du ja dich tief ins Thema eingearbeitet. Du hattest zwar die Rückendeckung vom Management, aber vermutlich bist du jetzt dem Management, was die Fachexpertise angeht, mittlerweile ein Riesenstück voraus. Das heißt wahrscheinlich kannst du auch viel besser beurteilen, was für Maßnahmen müssen jetzt kommen. Inwiefern ist das ein Problem für die nächsten Berichte, Alina? Also müsst du jetzt sagen zum Management, so leuchtet es, sorry, aber jetzt müsst ihr gesammelt auch mal, egal zu welchem Anbieter, in der Academy, weil erst dann versteht ihr, was wir an der Strategie schrauben müssen.

Alina Schneider [00:39:42]: Ja, also was bei uns dieses Jahr ansteht, was, glaube ich, dafür aber auch eine große Grundlage darstellt, ist die Wissenschaftsanalyse. Das haben wir uns für Mitte dieses Jahres vorgenommen und natürlich ist auch ein Teil von diesen Interessensgruppen unser Management Board, in dem wir natürlich auch abfragen können bzw. Analysieren können, wie groß ist das Wissen und wie viel Wissen muss da noch aufgearbeitet werden, beziehungsweise welche Punkte werden von der Richtung auch einfach als wesentlich angesehen. Und natürlich, das ist uns klar, das haben wir auch schon fest auf der Agenda verankert, resultieren aus der Wesentlichkeitsanalyse Maßnahmen, Aktivitäten. Wir möchten auf jeden Fall auch die Möglichkeit bieten, in verschiedenen Working Groups an gewissen Themen mitzuarbeiten, dass möglichst viele Kollegen und Kolleginnen da auch die Möglichkeit haben, an diesem Mehrwert eben mitzuwirken. Und ich denke, ein großer Punkt wird auf jeden Fall sein, das Wissen noch mal zu vertiefen und weiterzutreiben. Ob das jetzt nur sich auf einen gewissen Bereich, in dem Fall das Management Board, bezieht oder ob das ein bisschen größerflächig ausfallen wird, Das ist für mich ein Resultat, das aus dem Wesentlichkeitsbericht.

Zackes Brustik [00:40:51]: Also im besten Fall ziehen natürlich alle im Unternehmen mit und das Angebot. Aber sagen wir mal so, es funktioniert ja nicht, wenn das Management nicht das gleiche Level an Entscheidungsfähigkeit hat. Also es muss ja mindestens so schlau sein wie der Rest der Company, zu wissen, ob die Entscheidungen Sinn machen. Sagen wir mal so. Oder Nuvia, wie weit, also wie siehst du das? Also auch erst gestern habe ich von der Firma gehört, eine sehr große Firma aus dem Getränkebereich, die auch gesagt haben, im Sommer schicken wir wirklich die komplette Führungsetage verpflichtend nochmal wirklich an die Uni, damit die dort das Thema nicht nur nebenher in irgendeinem Executive Paper lesen, sondern sich gründlich einarbeiten. Also ist so ein Bericht und dann die Wesentlichkeitsanalyse vielleicht auch der Anlass zu sagen, okay, jetzt muss das Management, vielleicht sogar der Vorstand?

Nuvia Maslo [00:41:37]: Ja, also bei uns ist es eher andersrum oder meine Erfahrung ist eher so, dass die Vorstände und Geschäftsführer und so weiter sich eigentlich massiv selber dafür interessieren. Und wir werden ganz, ganz oft eingeladen, einfach irgendwo mal allgemein über das Thema Nachhaltigkeit zu sprechen, eben in diesen Management-Meetings, in den Vorstands-Meetings, die Personen eben näher ins Thema zu holen und sozusagen auch in dem geschützten Rahmen, dass sie mal Fragen stellen können. Weil das ist ja für viele sozusagen im Vorstand oder so gar nicht so einfach, ihr Unwissen in so einem Mikrothema sozusagen dann auch preiszugeben. Vollkommen zu Unrecht, wie ich finde, weil niemand weiß heute alles über Nachhaltigkeit oder nachhaltige Transformation. Also wir sind alle echt am Puzzeln, ja, und puzzeln hier Wissensstücke zusammen. Und ich glaube, deswegen ist es eine Mischung daraus. Ja, bestimmt sollten Exekutives auch eine Art Fortbildung machen oder sich fortbilden, aber ob das sozusagen im täglichen Doing passiert, weil zum Beispiel Alinas Geschäftsführer Vorstand immer wieder mit ihr spricht und sozusagen jeden Tag was von ihr lernt oder ob sich jemand, weiß ich nicht, zwei Tage mit einem Buch weg sperrt alleine, weil er Lust dazu hat. Das ist, glaube ich, einfach denjenigen überlassen. Aber ich merke eher, dass sie gar nicht auf die Schuhbank müssen, sondern dass gerade eben die Unternehmenslenkerinnen und Lenker wirklich total Lust haben, mehr über das Thema zu erfahren. Nicht zuletzt aber auch deswegen, weil da natürlich ein wahnsinniges Business Potenzial drin steckt. Also das Thema auch verstehen und zu sehen, was kann ich mit meinem Unternehmen an Unterschied machen und vielleicht auch eben neues Wissenspotenzial, Innovationen fördern.

Zackes Brustik [00:43:21]: Der Punkt ist jetzt noch vielleicht für den, wir nähern uns langsam dem Ende, einer der wichtigen, wir haben jetzt schon gehört, Alinas Haupttreiber war, ist abgesehen von der intrinsischen Motivation, was bewegen zu wollen, auch in der Company, die Company attraktiv zu machen, die Mitarbeitenden mitzunehmen, weil die auch Bock drauf haben. Die Faktoren nach außen gerichtet, Nuvia, also was sind da für dich die entscheidendsten, den Bericht jetzt anzugehen? Ist es, weil ich besser in Kredite komme oder sonst nicht aus Ausschreibungen rausfliege? Es gibt unterschiedliche Motivationstreiber. Fokussieren wir uns auf die Hard Facts aus Business-Sicht. Warum muss ich das angehen oder wofür kann ich es verwenden, wenn es mal da ist?

Nuvia Maslo [00:43:56]: Du hast gerade schon ganz wichtige genannt. Am allerwichtigsten finde ich aber wirklich, und das hörst du egal, finde ich, mit wem du sprichst, egal in welcher Etage des Unternehmens wirklich tolle Leute zu finden, für sich als Unternehmen zu gewinnen. Das ist, glaube ich, der absolute Kernvalue von Nachhaltigkeit und eben von kommunizierter Nachhaltigkeit, authentisch kommunizierter Nachhaltigkeit und das eben auch mit Daten und Fakten hinterlegt. Und wir merken einfach, oder ich merke eigentlich jeden Tag, dass alle Menschen, die gerne Verantwortung übernehmen, also ich sage mal so die Mitarbeitenden und Kolleginnen und Kollegen, die man sich wünscht, eigentlich alle massiv Wert auf das Thema Nachhaltigkeit legen und einfach Teil der Lösung sein wollen, sozusagen im großen, ganzen Kontext auf der Welt, im Leben, und nicht Teil des Problems sein wollen. Und deswegen haben ja selbst Unternehmen, die wirklich Mondgehater bieten, es ist wirklich total schwer, gute Leute zu finden. Und ich glaube, das ist der absolute Kernvalue, den Unternehmen spüren, auch schon bevor sie den Nachhaltigkeitsbericht haben, weil sie eben danach gefragt werden. Also weil fast alle Bewerberinnen und Bewerber, die sozusagen Wissensarbeiter auch gerade, Spezialisten fragen einfach auch ganz stark danach, hey, was macht denn das Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit? Und was, also nicht nur was habt ihr für eine Idee dazu, sondern was tut ihr wirklich, welchen Impact habt ihr wirklich? Und das höre ich eigentlich von allen Seiten, allen Branchen und ich glaube, das ist wirklich die Hauptauswirkung. Und dann kommen eben Dinge dazu, die die verschiedene Studien festgestellt haben, wie zum Beispiel, dass eben nachhaltigere Unternehmen resilienter sind, auch besser durch die Krise gekommen sind. Ja, aber auch, dass Dinge wie Preissensibilität oder Sensitivität nachlässt. Also ich bin bereit, mehr zu zahlen, wenn ich weiß, dass das Produkt eben nachhaltiger ist. Also nicht nur, wenn es nachhaltiger ist, sondern ich muss es auch wissen. Das ist eine ganz wichtige Geschichte.

Zackes Brustik [00:45:59]: Und im B2B Bereich, also jetzt gerade Ausschreibung oder so, ist das schon so ein Kriterium, wo manche einfach rausfliegen? Und welchen Standard brauche ich dann?

Nuvia Maslo [00:46:07]: Also es ist ein riesiges Kriterium und häufig ist es ja auch so, dass es da gar nicht die gängigen Standards sind, die unbedingt gemacht werden müssen. Und das ist ja schon ganz, ganz lange so. Auch bei Automobilzulieferern zum Beispiel. Kernthema schon ganz, ganz lange. Und da geht es wirklich darum, dass diese von den Zulieferern, also die Konzerne von den Zulieferern wirklich auch sehr, sehr schnell Daten verlangen. Das heißt, wenn ich da nichts habe, dann kann das also maximal businesskritisch werden und das haben wir auch schon miterlebt. Also im Sinne von, okay, dann können wir euch jetzt nicht mehr berücksichtigen, so wie du es eben gesagt hast. Und da sind dann auch echt kurze Deadlines, jetzt nicht wie die gesetzlichen, die jetzt irgendwann hier 2025 oder so, wo man sich schön vorbereiten kann, sondern die sind wirklich kurzfristig. Und da ist auch häufig so, dass da einfach einzelne Kennzahlen gefragt werden, die zwar zum Beispiel in einem GAI-Bericht oder so auch schon mit drin wären, also wo man dann einfach nur sagen kann, hier unser Bericht, aber die auch im Einzelnen abgefragt werden, weil ja auch ganz viele Unternehmen sozusagen ein Stück weit ihre eigenen Frameworks bilden, einfach auf Basis dessen, was sie alles brauchen.

Zackes Brustik [00:47:14]: Das unterstreicht ja nochmal den Punkt, den wir vorher auch schon hatten, der in vielen anderen Folgen wieder aufkommt, ist, das braucht einfach Zeit. Dann die Daten jetzt, wenn ich nicht in einer Luxusposition bin, in so einem Digital First Company unterwegs zu sein, da muss ich erstmal die Strukturen aufbauen, da muss ich die Excel-Tabellen sammeln, muss ich wissen, wo sind die Daten, bei wem, dass die mir die auch wirklich zuschicken, in welcher Form und dann poolen, gerade bei globalen Unternehmen, mega Herausforderung, keine Frage. Gleich verraten mir Nubia und Alina noch einen super Trick, zu schauen, wo der Wettbewerb in Bezug auf die CSRD-Strategie steht. Aber vorher gibt es natürlich den Shoutout ins Ökosystem. Nachhaltigkeit gelingt nur schnell genug, wenn wir sie gemeinsam angehen. Und ein Programm, was mir da demnächst über den Weg gelaufen ist, Was ich unbedingt noch teilen will, ist der CSRD Support der Stadt Stuttgart, der demnächst gelauncht wird. Aus zwei Gründen. Zum einen ist das Programm so cool konzeptioniert, dass ich finde, dass viele Kommunen in Deutschland sich was davon abschauen können. Also einfach mal auf die Seite gehen und schauen, was die vorhaben und wie sie das aufgezogen haben und dann ist natürlich ganz konkret für die Unternehmen aus Stuttgart spannend, die daran teilnehmen können. Was geht es konkret? Stuttgart fördert jetzt die CSRD Thinking Circles von Sustainable Thinking. Das heißt Unternehmen können teilnehmen, werden mit fünf anderen Unternehmen in einer Peergruppe zusammengefasst, tauschen sich dann regelmäßig zu ihren CSRD-Themen und Strategien aus, sich das Thema zu lösen. Ergänzt wird das Ganze durch regelmäßige Lunch-Sessions und drei Netzwerktreffen im Jahr. Wenn ihr dort also teilnehmt, gehe ich von aus, dass ihr nach einem Jahr schon wo ganz anders steht in Bezug auf eure CSRD-Strategie. Vorgestellt wird das Ganze am 10. Mai. Mehr Informationen findet ihr unter stuttgart.de slash CSRD minus Support oder über den Link in den Show Notes. Und jetzt zurück zu Alina und Nuvia. Gehen wir los. Eines der beliebtesten Dinge ist natürlich auch einfach mal zu gucken, was macht der Wettbewerb? Also nicht nur Ausschreibungen sind ja relevant, gerade Wolf Talent heißt ja auch. Ich muss mich im besten Falle halt immer auch in Relation zu den Wettbewerbern besser positionieren. Wenn ich da draußen gucken will, hast du so ein paar Unternehmen, wo du sagst, die haben mega geilen Nachhaltigkeitsbericht. Guckt euch den mal an. Das gibt euch die richtige Inspiration.

Nuvia Maslo [00:49:25]: Ja, du hattest ja zum Beispiel mich auch gebeten, deinen letzten oder vorletzten Podcastgast, ich weiß es gar nicht, in welcher Reihenfolge, also Werner und Merz mir mal anzugucken und damit eben auch die verbundene Marke Frosch. Und was mir da total positiv aufgefallen ist, ist halt, dass sie einfach nach mehreren Standards sozusagen berichten, also in der Vergleichbarkeit bleiben. Es gibt durchaus auch Unternehmen, die dann sich so ein bisschen zusammen matchen, was ihnen gerade gefällt aus unterschiedlichen Standards. Und dann ist aber natürlich die Vergleichbarkeit dahin. Und das ist ein ganz, ganz wichtiges Thema, Transparenz auch herzubekommen und wirklich die Performance sichtbar zu machen. Und was ich aber dann auch immer empfehlen kann, neben denen, die glaube ich schon jeder kennt, so als Best Practice, mehr GVD, was aber einfach für viele im Mittelstand nicht abbildbar ist in der Form, kann ich immer empfehlen, die DNK-Datenbank mal durchzugucken. Da kann man wirklich eingeben, auch die Branche und so weiter. Da kann man wirklich ganz, ganz viel filtern, wirklich auch ein vergleichbares Unternehmen zu finden. Und das ist, finde ich, immer eine ganz tolle Inspirationsquelle, wo ganz viel Maßnahmen auch drinstehen und die super zugänglich ist. Genau, vielleicht kannst du auch den Link dazu teilen.

Zackes Brustik [00:50:41]: Gute Idee. Also ich baue den Link zur DNK-Datenbank ein. Ich baue auch nochmal den Link zu Werner und Merz ein. Das war Reinhard Schneider in der vorletzten Folge, der zu Gast war, Öko-Pionier mit den Marken wie Frosch. Auch das ergänze ich, deswegen hatte ich dich auch gebeten, das anzugucken, weil ich persönlich bin es kein Experte, was Berichte angeht, aber ich fand es cool, dass die eben bei DNK sind, auch nach EMAs zertifiziert sind, dann das Ganze aber eben nochmal ganz klar kommunikativ auf der Webseite für entweder Kunden oder dann eben auch die Konsumenten aufbereiten. Da wirklich merken, okay, wie nutzen wir das als Tool und nicht nur als Pflichthausaufgabe. Das fand ich da so spannend. Aber nochmal den DNK-Link, dann kann man schauen, wer ist wirklich in meiner Branche vertreten. Alina, hast du im Vorfeld gestalkt? Hast du geguckt, welche IT-Unternehmen machen das schon?

Alina Schneider [00:51:23]: Ich habe tatsächlich auch die DNK Datenbank sehr intensiv genutzt an der Stelle, weil es auch super interessant ist, auch einfach zum Lernen. Du siehst, was machen vergleichbare Unternehmen, was macht für dich Sinn, was macht für uns tatsächlich dann keinen Sinn? Und ich habe da ein gutes Beispiel, wo viele Kolleginnen und Kollegen auch angefangen haben zu schmunzeln. Ich habe in einem vergleichbaren Bericht gefunden, dass das Unternehmen eben den Papierverbrauch gemessen hat. In Kilogramm A2, A3, A4 und so weiter. Und ich dachte mir, super, das können wir ja im Prinzip genauso machen, weil wir haben ja auch viele Offices. Und in jedem Office steht ein Drucker und tolle Zahlen. Dann bin ich losgerannt und habe natürlich mir die Zahlen geschaut und habe alles zusammengerechnet und in Kilogramm umgerechnet und so weiter und kam dann, jetzt mal umgangssprachlich gesprochen, drauf, super, wir haben im Jahr 21 ungefähr zehn Blatt Papier gedruckt. Dann sitzt du da so und denkst dir, ja gut, das bedeutet, es ist kein Wert, der für uns interessant ist. Du lernst so natürlich, was ist tatsächlich auch schon ein bisschen in die Richtung Wesentlichkeit, was wir ja vorher hatten. Worauf kommt es in deinem Unternehmen an und worauf nicht? Es gibt nicht den einen Blueprint, der für alle gleich ist und die einen Zahlen, die du immer verwenden kannst. Und mit dem DNK, mit der Datenbank ist es ein super Spielzeug, sich da so ein bisschen reinzufuchsen, was tatsächlich für das eigene Unternehmen gut passt. Und das war meine große Hilfestellung an der Stelle.

Zackes Brustik [00:52:48]: Cooler Punkt, weil gerade das so, hey, wir sind jetzt paperless, ist ja oft auch so ein Ding, und da schließt sich der Kreis zu, am Anfang nicht als Marketing verwenden, was aber viele Unternehmen fürs Marketing verwenden, dass sie sagen so, hey, wir nutzen fast kein Papier. Und dann wahrscheinlich unterm Strich ist es aber, ja, aber dafür sitzen eure Leute die ganze Zeit im Flugzeug und das ist viel entscheidender. Ich zeige

Nuvia Maslo [00:53:07]: es, wenn ich da noch vielleicht einen Zweig fangen darf, weil die DNK-Datenbank ist natürlich jetzt nicht immer ein Best-Practice-Beispiel. Also ja, das ist, finde ich, noch mal ganz wichtig vielleicht dazu zu sagen, sondern es sind einfach eingerechte Berichte. Und da ist auch ganz häufig was, wo man entdeckt und sagt, huch, das hast du aber gewagt, das würde ich jetzt so nicht machen. Oder wo man auch sagt, okay, das ist definitiv nicht wesentlich. Also einfach nur, das vielleicht noch kurz als Disclaimer zu ergänzen, dass es nicht alles Best Practices sind.

Zackes Brustik [00:53:35]: Alina, wir haben es dir schon gesagt, für dich ein mega positives Erlebnis, viel Momentum im Rücken. Was hast du dir vorgenommen für die nächsten Berichte?

Alina Schneider [00:53:42]: In der Klimabilanz werden wir auf jeden Fall den Scope 3 mit aufnehmen, es wirklich zu 100, 100, 100 Prozent abzubilden. Das ist da der große Wunsch und auch das große Ziel, was wir für den Bericht 22 umsetzen werden. Und ich glaube, wie ich es vorher schon gesagt habe, die Wesentlichkeitsanalyse ist ganz zentral für uns, dann auch wirklich die Strategie nochmal abzurunden, wirklich konkrete Zielsetzungen, Aktivitäten, Maßnahmen daraus abzuleiten. Wir hatten jetzt schon ganz viel angesprochen. Filmwagen, haben wir gesagt, war bei uns ein großer Punkt. Wir haben im letzten Jahr, das war keine Überraschung, dass die Filmwagen da rauskommen als großer Faktor. Wir sind schon hingegangen und haben stark reduziert, haben umgestellt auf komplette E-Flotte und und und. Aber das ist so eine kleine Maßnahme, die relativ einfach vor der Hand geht an der Stelle. Und wir freuen uns oder ich persönlich freue mich und bin sehr gespannt, wenn wir wirklich richtig handfeste Maßnahmen festlegen können, mit Zielen versehen können und die natürlich auch intern so aufstellen können, dass wir möglichst viel Rückenwind einfach von den Kolleginnen und Kollegen bekommen.

Zackes Brustik [00:54:45]: Nuvia, die berühmten letzten Worte deinerseits. Wir haben, glaube ich, alle Themen besprochen, die relevant sind, oder? Hast du noch eine Message an alle, die sich im besten Falle jetzt mit viel Motivation auf den Weg machen, ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht anzugehen?

Nuvia Maslo [00:54:58]: Ja, ich kann nur sagen, also Nachhaltigkeitsbericht ist echt nichts weniger als wirklich so ein Spiegel von der Zukunftsfähigkeit von einem Unternehmen. Also es ist wirklich was ganz ganz Wertvolles und es ist nicht einfach irgendein Bericht. Deswegen, also ich kann nur jedem ermutigen, es macht unheimlich viel Freude, also auch wenn der Weg manchmal so ein bisschen häufig ist mit den Daten und so. Das ist wirklich, ich sag mal, ein ganz großer erster Schritt auf dem Weg auch in, wie wir es immer nennen, die Wirtschaft 2.0, also wo es nicht mehr nur reinen Shareholder-Value geht, sondern wirklich Stakeholder-Value. Das ist sozusagen der Planet und alle irgendwie auch so ein Stück weit positiv beeinflusst werden statt negativ und da ist wirklich, auch wenn der Bericht sich immer so langweilig anhört, wirklich das ein wunderschönes erstes Instrument, da ganz, ganz viel Tolles dann wirklich auch in der Umsetzung in Gang zu setzen.

Zackes Brustik [00:55:45]: Klasse, danke euch beiden, Nubia und Alina, dass ihr heute zu Gast wart und mir so ausführlich berichtet habt.

Alina Schneider [00:55:50]: Danke dir, Zeitgeist hat Spaß gemacht. Lieben Dank an dich.

Zackes Brustik [00:55:54]: Diese Folge zusammen mit der Folge davor mit Moritz und Elisa von Bosch Climate Solutions war meine zweiteilige Miniserie zum perfekten Start beim Thema CSRD und ESG-Reporting. In der nächsten Folge werden wir uns dann ein komplett anderes Thema anschauen. Heike Riehl, Forscherin, wird mir ein Update zum Thema Quantum Computing geben. Wie funktioniert die Technik überhaupt und warum ist sie auch im Bereich Nachhaltigkeit so relevant? Wir denken zum Beispiel an extrem komplexe Herausforderungen wie Logistik, Schifffahrtsrouten oder Logistik mit besonders vielen Knotenpunkten oder auch das Modellieren zum Beispiel von Molekülen in der Chemieindustrie. Also, bleibt dran und wie immer abonniert den Kanal, egal auf welcher Podcast-Plattform ihr seid und ihr verpasst keine der kommenden Folgen.

Der neueste Bericht des IBM Institute for Business Value zeigt, dass ESG-Leader eine 43% höhere Chance haben, den Wettbewerb hinter sich zu lassen. Für den Bericht wurden 20.000 Konsument*innen und 2.500 Executives befragt. Die Infos zu den vier Erfolgssäulen und einen Action Guide bekommst Du im Bericht oder auf LinkedIn von Sustainability Specialist Ramon di Canio:
➡️ https://ibm.biz/ESG-Data-Conundrum
➡️ https://www.linkedin.com/in/ramon-di-canio/

Der heiße nichtkommerzielle Tipp der Folge ist diesmal der CSRD-Support der Stadt Stuttgart. Mit Peer2Peer Gruppen, Lunch-Sessions und Netzwerkevents werden Unternehmen hier fit für CSRD-Nachhaltigkeitsstrategie. Ein großartiges Angebot, das für viele weiter Kommunen konzeptionell spannend sein könnte. Und am meisten natürlich für die Unternehmen aus dem Raum Stuttgart selbst. Mehr Infos von Dr. Isabel Sprenger auf LinkedIn oder hier:
🔗 www.stuttgart.de/csrd-support
🔗 https://www.linkedin.com/in/dr-isabell-sprenger/

Über 19.000 Menschen folgen Zackes auf LinkedIn, um sich regelmässig mit den spannendsten Infos rund um Nachhaltigkeit und Technologie zu versorgen. Werde Teil der Community:
https://www.linkedin.com/in/moderator-zackes-brustik/

Diese Folge ist Teil eines zweiteiligen Deep Dive zu CSRD und ESG-Reporting. In der Folge davor lernst Du von zwei ESG-Consultants welche Fehler üblich sind und wie Du sie in Deiner Nachhaltigkeitsstrategie vermeidest.

Den Podcast gibt es auch auf Youtube:
https://www.youtube.com/@gewinnezukunft Und auf allen anderen Podcast-Plattformen
https://linktr.ee/gewinnezukunftpodcast

DNK Datenbank: https://www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de/Home/Database N-Bericht Werner & Mertz: https://ganzheitlich-nachhaltig.de/